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Beratung zur Einschulung : Die Angst der Mütter um ihre Erstklässler

Helfen Müttern: Erziehungsberaterin Nazan Onagaclar, Koordinatorin Gülser Uygun und Kursleiterin Özlem Kizilkaya (von links) im Ostend Bild: Aders, Hannah

Mütter berichten, wie schwer es ihnen fiel, ihre Kinder auf die erste Klasse vorzubereiten. Geholfen hat ihnen ein Kurs beim Internationalen Familienzentrum in Frankfurt.

          2 Min.

          Sara Hassani hat sich in sieben Sitzungen von einer unsicheren Mutter in eine sichere verwandelt. In derselben Zeit ist ihr Sohn vom Kindergartenkind zum Vorklassenkind geworden. Beides macht die 33 Jahre alte Frau mit den langen dunklen Locken stolz, wie sie sagt. Dabei dachte Hassani bis vor kurzem noch, dass der Junge unbedingt in die erste Klasse müsse, schließlich wird er im Dezember sieben. Aus der Familie und dem Freundeskreis kannte die Mutter die Regel: „Wenn ein Kind sechs ist, ist es ein Schulkind.“ Aber der Junge hing am Kindergarten, und beim Schnuppertag in der Grundschule war er ungewöhnlich schüchtern und sprach auf einmal sehr langsam. „Er wollte nicht loslassen“, sagt Hassani.

          Florentine Fritzen

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dann kam das „Family-Programm“ des Internationalen Familienzentrums. Dort lernte die Mutter, die vor dreizehn Jahren aus Afghanistan nach Deutschland gekommen ist, „dass es nichts Schlimmes ist, in eine Vorklasse zu gehen“. Diese Klassen bereiten schulpflichtige Kinder, die noch nicht schulreif sind, auf die erste Klasse vor. Das Kind hat nicht selbst mit auf den Bildschirm geschaut, als seine Mutter vor den Sommerferien an dem Angebot teilnahm. Ziel des von der Düsseldorfer Bildungsorganisation „EducationY“ entwickelten Programms ist aber, dass Kinder einen „angstfreien und positiven Übergang in die Grundschule“ erleben. Einmal in der Woche gab es Treffen, in diesem Jahr wegen Corona nicht im Familienzentrum im Ostend, sondern als Videokonferenz.

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