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Finanzaffäre : Berater sollen Awo-Bezirksverband Hessen-Süd durchleuchten

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Hat zu den Beratern geraten: Herta Däubler-Gmelin, Leiterin der Task Force zur Aufdeckung von Missständen bei der Awo Bild: dpa

Der krisengeschüttelte Awo-Bezirksverband Hessen-Süd holt sich Berater ins Haus. Sie sollen angesichts der Finanzaffäre die Geschäftstätigkeit durchleuchten – unparteiisch, wie es heißt.

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          Der Bezirksverband Hessen-Süd der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat am Mittwoch die unparteiische Durchleuchtung seiner Geschäftstätigkeit an ein externes Unternehmen übergeben. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte sei damit beauftragt worden, berichtete ein Awo-Sprecher. Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin habe zu dem Schritt geraten. Däubler-Gmelin ist die Leiterin der Task Force zur Aufdeckung von Missständen.

          Der Awo-Bundesvorstand, aber auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt und weitere staatliche Stellen gingen den Hinweisen auf Missbrauch, Missstände und unzulässige Vorgehensweisen bei den Awo-Kreisverbänden Frankfurt und Wiesbaden nach und hätten „wichtige Schritte zur Korrektur eingeleitet“, hieß es. Die Task Force gehe derzeit „sehr sorgfältig den zahlreichen Hinweisen auf Missstände nach“, hieß es. Einen ausführlichen Bericht solle es so bald wie möglich geben.

          Die Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden stehen gegenwärtig im Mittelpunkt einer schweren Vertrauenskrise und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Auch der Awo-Bundesverband hatte ungewöhnliche Gehaltsstrukturen und personelle Verflechtungen zwischen den beiden Verbänden kritisiert, die eine effektive Kontrolle erschwerten oder gar unmöglich gemacht hätten.

          Nachdem der Wiesbadener Kreisverband in der vergangenen Woche auf einer Kreiskonferenz einen neuen Vorstand wählte, will die Awo Frankfurt Mitte Februar auf einer Kreiskonferenz ein neues Präsidium wählen. Auch der Frankfurter Kreisverband setzt bei der Aufarbeitung der Vorwürfe auf die Hilfe externer Berater.

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