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Frings: „Beste Lösung“ : Ben-Hatira sieht sich nach Trennung im Recht

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„Es gibt wenige Menschen, die eine große Verantwortung tragen, dennoch täglich in den Spiegel sehen können und sich mit Stolz selbst erkennen. Gott sei Dank, ich kann das“: Ben-Hatira auf Facebook Bild: dpa

Für Lilien-Trainer Frings ist die Trennung von Spieler Ben-Hatira wegen dessen Engagement für einen Verein, der Salafisten nahestehen soll, „die beste Lösung für alle“. Der Spieler sieht das anders.

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          Der Fall Ben-Hatira ist für den SV Darmstadt 98 auch einen Tag nach der Trennung von dem umstrittenen Fußballprofi noch nicht ausgestanden. Ben-Hatira sieht sich in der Diskussion über sein Engagement für den islamischen Verein Ansaar International weiterhin im Recht und kündigte via Facebook eine baldige öffentliche Äußerung dazu an.

          „Es gibt wenige Menschen, die eine große Verantwortung tragen, dennoch täglich in den Spiegel sehen können und sich mit Stolz selbst erkennen. Gott sei Dank, ich kann das“, schrieb der 28 Jahre alte Fußballer auf seiner Facebook-Seite.

          Ben-Hatira und der Fußball-Bundesligist hatten ihren Vertrag am Mittwoch „in gegenseitigem Einvernehmen“ aufgelöst, nachdem seine Zusammenarbeit mit Ansaar International für viel Kritik von Fans und Politikern gesorgt hatte. Die Organisation soll nach einem Bericht des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes „fest mit der deutschen Salafisten-Szene verwoben“ sein. Der tunesische Nationalspieler verteidigt sein Engagement dagegen.

          „Lilien“-Trainer Torsten Frings unterstützte die Trennung von dem 28 Jahre alten Spieler am Donnerstag. „Klar tut mir das leid, er ist ein überragender Fußballer. Aber das gesamte Trainerteam steht hinter der Entscheidung des Vorstands. Das ist die beste Lösung für alle gewesen“, sagte er. Frings räumte vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag ein: „Für mich wäre es sehr schwer geworden, ihn zu bringen, weil die Mannschaft Pfeifkonzerte nicht gebrauchen kann.“

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