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Bei Demonstration in Wiesbaden : „Querdenker“ greifen Polizisten an

  • -Aktualisiert am

Die Festnahmen dreier renitenter Demonstranten wurden von anderen Kundgebungsteilnehmern lautstark kritisiert und auch gefilmt. (Symbolbild) Bild: dpa

Bei einer Demonstration der Organisation „Querdenken 611“ in Wiesbaden ist es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Drei renitente Teilnehmer wurden festgenommen.

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          Während einer Demonstration der Organisation "Querdenken 611" vor dem Wiesbadener Kultusministerium sind am Dienstagnachmittag zwei Polizisten angegriffen worden. Nach Auskunft der Polizei hatte sich eine Gruppe von etwa 150 Kritikern der Corona-Maßnahmen auf dem Luisenplatz versammelt und demonstrierte unter dem Motto "Masken weg von unseren Kindern". Zahlreiche Teilnehmer hatten ärztliche Atteste dabei, die sie von der Maskenpflicht befreiten.

          Im Laufe der Versammlung legten nach mehreren Reden immer mehr Teilnehmer ihre Masken ab. Als zwei Polizeibeamte eine Person nach mehrfachen erfolglosen Platzverweisen abführen wollten, weil sie sich weigerte eine Maske aufzusetzen und auch kein Attest vorweisen konnte, wurden sie von zwei anderen Demonstranten körperlich angegriffen. Einer der Angreifer führte dabei nach Auskunft der Polizei ein Messer bei sich.

          Festgenommene erwarten Strafverfahren

          Die Auseinandersetzung und die Festnahmen der drei renitenten Demonstranten wurden von den anderen Kundgebungsteilnehmern lautstark kritisiert und auch gefilmt. Die Polizei setzte einen Lautsprecherwagen ein, um den Menschen die Festnahmen zu erklären. Danach beruhigte sich die Situation wieder.

          Die drei Festgenommenen erwarten nun Strafverfahren wegen eines tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte in Verbindung mit versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und einem Verstoß gegen das Waffenverbot.

          Im weiteren Verlauf der Demonstration musste die Polizei nach eigenen Angaben immer wieder die Einhaltung der Auflagen angemahnt werden, da sich einzelne Teilnehmer sowohl der Maskenpflicht als auch dem Abstandgebot wiederholt widersetzten.

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