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Insolvente Einrichtung : Land bleibt bei „Nein“ zur Odenwaldschule

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Hängepartie: Eltern und Sponsoren wollen die Odenwaldschule weiterbetrieben - das Land sagt derweil „Nein“ dazu Bild: dpa

Eine Gruppe von Eltern und Sponsoren will die insolvente Odenwaldschule weiterbetreiben. Die Aufsichtsbehörden lehnen dies aber ab. Nun steht die nächste Runde im Streit um die Privatschule an.

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          Der Streit über eine Fortführung der Odenwaldschule dürfte vor Gericht gehen. Die Aufsichtsbehörden bleiben bei ihrem „Nein“, mit dem sie den Weiterbetrieb der insolventen Einrichtung vor einigen Monaten untersagt haben, wie das Kultusministerium am Dienstag mitteilte. Widersprüche gegen dieses „Nein“ seien abgelehnt worden.

          „Wir werden gegen die Entscheidung klagen“, sagte Gaby Magsam. Sie ist die Sprecherin einer Gruppe von Eltern und Sponsoren, die die Odenwaldschule in abgespeckter Form unter dem Namen „Schuldorf Lindenstein“ fortsetzen will. Die Reformpädagogik der Schule sei trotz des Missbrauchsskandals in Deutschland einzigartig.

          132 Missbrauchsopfer, offiziell

          Ein zuverlässiger Betrieb der privaten Odenwaldschule sei aber nach wie vor nicht gesichert, begründete ein Sprecher des Ministeriums die neue Entscheidung. An der Einrichtung in Heppenheim gibt es keinen Unterricht mehr.

          An der Odenwaldschule waren 2010 lange zurückliegende sexuelle Übergriffe von Lehrern auf Schüler bekanntgeworden. Die Einrichtung kam nach dem Missbrauchsskandal nicht mehr zur Ruhe. Die wichtige Zahl der zahlenden Internatsschüler ging zurück, dann kam die Insolvenz. Offiziell wird von 132 Missbrauchsopfern ausgegangen, Schätzungen sprechen auch von bis zu 500.

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