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Behindertenwerkstätte : Arbeit für alle – aber wo?

„Hier fühle ich mich sicher“: Güderet Isik in der Besteckwerkstatt der EVIM in Wiesbaden. Bild: Samira Schulz

Menschen mit Handicap haben auch ein Recht auf Arbeit. Kritiker wollen geschützte Werkstätten abschaffen. Das aber hat seine Tücken.

          6 Min.

          Systemrelevanz hat ein Geräusch. Sie klappert. Zumindest in der Wiesbadener Reha-Werkstatt von EVIM, dem Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau, der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Jugendhilfe anbietet. Wenn Güderet Isik und seine Kollegen dort das Besteck für die Helios Klinik konfektionieren, macht das ziemlich Krach. Doch Isik stört das nicht. Es mache Spaß, das Team sei nett. Und er weiß, dass wegen seiner Arbeit das Krankenhaus weiter Essen an die Patienten ausgeben kann. Dass sein Job systemrelevant ist.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Die Bestecke kommen rein, und wir sortieren die nach Schmutz und beschädigt, und dann werden die in die Maschine gefüllt, und dann kriegen wir die gebündelt und schicken die wieder in die Helios“, fasst der 46 Jahre alte Mann flott zusammen. In dem hellen Raum schütten an diesem Tag acht Mitarbeiter Messer, Gabeln und Löffel aus Plastikkisten, sortieren sie und werfen sie in eine rumpelnde Maschine, die sie sauber und in eine Serviette gepresst wieder ausspuckt.

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