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Beginn der Matjes-Saison : Das Geheimnis des Mädchenherings

Auf die Hand: Während die Holländer den Matjes gerne an der Schwanzflosse packen und pur genießen, liegen die Filets in Deutschland oft in einem Brötchen. Bild: dpa

Einst ein typisches Arme-Leute-Essen, ist Matjes heute nicht nur bei unseren holländischen Nachbarn eine beliebte Spezialität. Jetzt hat er wieder seine Hochzeit.

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          Wenn es um ihren Matjes geht, dann sind Holländer wirklich gnadenlos und machen nicht viel Federlesens: Sie packen den Fisch an der Schwanzflosse, legen den Kopf zurück, öffnen den Mund so weit, wie es geht, lassen das gute Stück langsam senkrecht hineingleiten und beißen dann ein großes Stück ab. Gespült wird mit einem kräftigen Schluck Genever oder Corenwyn. Manchmal stehen noch ein paar frisch gehackte Zwiebeln bereit, um die Filets in den Schlund zu begleiten. Allen anderen ablenkenden Schnickschnack lehnen unsere Nachbarn kategorisch ab.

          Peter Badenhop
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hierzulande, vor allem in Emden und in Glückstadt, den deutschen Matjes-Hochburgen, werden die zarten Heringe meist in Weizenbrötchen mit Zwiebelringen, einem Salatblatt und manchmal auch Gurkenscheiben unter das Volk gebracht, gerne natürlich begleitet von einem kühlen, herben Pils. Zur Eröffnung der Saison, die jedes Jahr Mitte Juni beginnt, wird die „jungfräuliche“ Spezialität auch jetzt wieder überall angepriesen.

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