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Befragung in Hessen : Jüngere wollen Homeoffice

Heimarbeit: Vor allem junge studierte Männer arbeiten gern zu Hause. Bild: Patrick Slesiona

Etwas mehr als die Hälfte der Hessen will nicht weiter von zu Hause arbeiten. Dabei gibt es jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Altersgruppen, Geschlecht und Bildungsgrad.

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          Das „Homeoffice“ ist bekanntermaßen eine deutsche Erfindung: Engländer sagen eher „Working from Home“ oder auch „Remote Work“. Wirklich beliebt scheint das Büro in den eigenen vier Wänden aber auch hierzulande nicht zu sein. Die knappe Mehrheit der Hessen, das hat eine Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks ergeben, will zurück ins Büro.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für immerhin 43 Prozent allerdings wäre das Arbeiten zu Hause eine Option. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Altersgruppen, Geschlecht und Bildungsgrad. Menschen, die älter als 40 Jahre sind, lehnen demnach das Homeoffice ab, bei Jüngeren gibt es dagegen eine klare Mehrheit dafür. Von den Frauen lehnen es zwei Drittel ab, bei den Männern ist es nur die Hälfte. Und es sind laut Umfrage vor allem Akademiker, die sich einen Arbeitsplatz zu Hause wünschen, Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad sprechen sich klar dagegen aus – womöglich, weil es ihre Jobs gar nicht ermöglichen.

          Für die Umfrage waren 584 Hessen telefonisch befragt worden, sie sei damit repräsentativ, teilte Infratest Dimap mit. Frühere Umfragen hatten ebenfalls ergeben, dass vor allem jüngere Arbeitnehmer mit Studienabschluss sich Homeoffice wünschen. Eine Studie der Universität Stanford hatte sogar ermittelt, dass Menschen von zu Hause aus 13,4 Prozent effizienter arbeiten und seltener krank werden – sie fühlen sich aber auch isolierter und ihre Arbeit weniger anerkannt, was zu Resignation führe. Die Forscher empfehlen deshalb eine Mischform: zum Beispiel zwei Tage zu Hause und drei Tage im Büro.

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