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Bauer aus Hessen : „In meinem Weizen ist kein Glyphosat“

Stefan Wagner betreibt in fünfter Generation den Agrarbetrieb Kronenhof in Bad Homburg. Bild: Rainer Wohlfahrt

Stefan Wagner ist Bauer und nutzt Satelliten, um Dünger und Pflanzenschutzmittel zu sparen. Er sät für Insekten mehr Blühstreifen als er laut EU muss. Doch auch Glyphosat ist für in eine Option.

          Österreich will Glyphosat verbieten. Für viele hessische Städte und Flächen des Landes ist das Totalherbizid tabu. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie nutzen es dennoch – wieso?

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zunächst: Ich nutze Glyphosat nicht pauschal. Es gibt in der gesamten Landwirtschaft keine pauschalen Lösungen. Der Glyphosat-Einsatz hängt zum Beispiel von der Lage der Fläche und der Witterung ab. Ich setze es gelegentlich ein.

          In welchen Fällen versprühen Sie es?

          Es gilt, verschiedene Parameter gegeneinander abzuwägen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Nehmen wir an, ich habe einen Acker, auf dem das Unkraut im Herbst nur so wuchert. Das Unkraut möchte ich gerne mechanisch bekämpfen, also mit dem Pflug. Weil es aber immer wieder regnet, kann ich nicht mit schwerem Gerät auf den Acker. In einem solchen Fall appliziere ich Glyphosat. Ich muss zwar auch mit dem Traktor auf das Feld, befahre es aber nicht so intensiv, denn die Pflanzenschutzpritze greift nicht in die Bodenstruktur ein, im Gegensatz zum Pflug. Zum Verständnis: Mit meiner leichten Pflanzenschutzspritze befahre ich nur alle 21 Meter den Acker, denn die Spritze ist so breit. Beim schweren Pflug etwa im Abstand von 2,2 Metern. In der Folge schädige ich den Boden viel weniger.

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          Symbol im Kampf der Chemiekritiker

          Symbol im Kampf der Chemiekritiker Glyphosat ist das derzeit umstrittenste Pflanzenschutzmittel der Welt. Dabei setzen es Landwirte schon seit Jahrzehnten ein. Entwickelt wurde es vom Chemiekonzern Monsanto, der seit 2018 zu Bayer gehört. Mittlerweile wird es jedoch von Dutzenden Unternehmen hergestellt. Eingesetzt wird es von Bauern meist vor oder kurz nach der Aussaat, um bereits sprießende Unkräuter auf den Äckern zu vernichten. Untersuchungen der EU, der Weltgesundheitsorganisation und von Umweltbehörden in den Vereinigten Staaten und Neuseeland konnten bisher keine gesundheitlichen Folgen für den Menschen nachweisen. Dies wird von Umweltorganisationen bestritten. In bislang drei Prozessen haben amerikanische Gerichte das Herbizid dennoch als krebserregend eingestuft und Monsanto zu Strafzahlungen von insgesamt mehr als zwei Milliarden Dollar verurteilt. Das Unternehmen hat dagegen Berufung eingelegt.