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Frankfurter Flughafen : Bau-Gewerkschaft ruft zu Putzstreik auf

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Streitfall: Das Terminal 2 soll künftig vom Sasse Aviation Service gereinigt werden statt von der Fraport-Tochter GCS Bild: Jonas Wresch

Mit einem Putzstreik will die Bau-Gewerkschaft auf „unsaubere Praktiken“ des Flughafenbetreibers Fraport hinweisen. Anlass ist die Vergabe eines Reinigungsauftrags im Terminal 2 an einen Dienstleister von außen.

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          Zu einem Putzstreik am Frankfurter Flughafen hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufgerufen. Die auf zwei Stunden am Mittwochvormittag beschränkte Aktion am Terminal 2 solle auf „unsaubere Praktiken“ des Flughafenbetreibers Fraport hinweisen, erklärte die Gewerkschaft.

          Die bislang von der Fraport-Tochter GCS erbrachten Reinigungsleistungen im Terminal 2 seien per Ausschreibung an den neuen Dienstleister Sasse Aviation Service vergeben worden. Die Firma wolle die rund 100 Beschäftigten zwar übernehmen, aber nur zu schlechteren Bedingungen als bislang.

          „Wir würden einen Warnstreik bedauern“

          Die GCS ihrerseits weigere sich, die teils schon seit Jahrzehnten bei ihr beschäftigten Leute in anderen Flughafenbereichen einzusetzen, kritisierte die IG BAU. Stattdessen werde der Anteil der Leiharbeiter weiter ausgebaut.

          „Wir würden einen Warnstreik bedauern“, erklärte ein Fraport-Sprecher auf Anfrage. In der Ausschreibung sei festgehalten, dass die neuen Arbeitsverträge denen bei der GCS „wirtschaftlich entsprechen“ müssten. Zudem sei man jederzeit gesprächsbereit. Die Auswirkungen des Putzstreiks für die Passagiere sollten so gering wie möglich gehalten werden.

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