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Forschungszentrum in Darmstadt : Für Jahrzehnte wissenschaftlich führend

Milliardenprojekt: In Norden Darmstadts wird die Großforschungsanlage „Fair“ gebaut. Bild: dpa

Das Großforschungsprojekt Fair im Norden Darmstadts wird zwar 850 Millionen Euro teurer. Doch nach einer schwierigen Phase 2016 bestätigt ein Team von Experten nun den eingeschlagenen Kurs.

          3 Min.

          Voraussichtlich im Juli wird auf einer Gesellschafterversammlung der neun an dem Großforschungsprojekt Fair beteiligten Länder darüber entschieden, wie die zusätzlichen Kosten von 850 Millionen Euro aufgebracht werden. Das haben gestern die Fair GmbH und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung auf Nachfrage mitgeteilt. Wie berichtet, geht ein internationales Expertengremium nach einer intensiven Prüfung davon aus, dass der Darmstädter Teilchenbeschleuniger erheblich teurer wird, sollte das Vorhaben in vollem Umfang realisiert werden. Bis zum Jahr 2025 dürften laut Abschlussbericht außer den 850 Millionen Euro noch weitere 85 Millionen für Personal- und Verwaltungskosten der Fair GmbH anfallen. Überdies gaben die Fachleute den Rat, zehn Prozent der Summe als „Reserve für Unvorhergesehenes“ vorzusehen.

          Rainer Hein

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Darmstadt.

          Trotz der sich abzeichnenden Mehrkosten ist nicht zu erwarten, dass die Arbeiten an der Großbaustelle im Darmstädter Stadtteil Wixhausen zum Erliegen kommen. Das Prüferteam um den britischen Physiker Lyndon Evans, der ein Experte für Teilchenbeschleuniger ist und als Projektleiter für die Realisierung des großen Teilchenbeschleunigers LHC am Europäischen Kernforschungszentrum Cern verantwortlich war, bestätigte vielmehr das weltweit herausragende wissenschaftliche Programm der Großforschungsanlage Fair. Von dieser versprächen sich Wissenschaftler bahnbrechende neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Universums und der Materie. Es werde auf Jahrzehnte hinaus zu den Top-Projekten zählen mit dem Potential für „wegweisende Entdeckungen“, heißt es in dem Abschlussbericht.

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