https://www.faz.net/-gzg-9cwtn

Arbeiten im obersten Stockwerk : Seekrank im Wolkenkratzer

Ein Wahrzeichen Frankfurts: Das Kronenhochhaus wird 25 Jahre alt. Bild: Manz, Florian

Das Kronenhochhaus in Frankfurt wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Wer ganz oben im dritthöchsten Gebäude des Landes arbeitet, muss sich an seltsame Geräusche, komische Bewegungen und weite Wege gewöhnen.

          3 Min.

          Patrick Lange ist kein Freund von Höhe: „Das brauche ich nicht“, sagt er. Auf Brücken stellt er sich nicht ans Geländer, und Freifalltürme auf dem Rummelplatz, bei denen die Kabine Dutzende Meter in die Tiefe fällt, müssen ebenfalls nicht sein. Trotzdem verbringt Lange einen Großteil seines Lebens 200 Meter über dem Boden. Sein Büro befindet sich im 48. Stockwerk des Kronenhochhauses an der Frankfurter Westendstraße, das in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Für viele ist es das schönste Hochhaus und sozusagen die Krönung der Stadt. Das mit einem Strahlenkranz geschmückte, 208 Meter hohe Gebäude wurde 1993 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt und ist heute das Zuhause der von rund 1200 Mitarbeitern der DZ Bank, der Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Patrick Lange arbeitet seit knapp drei Jahren hier. Es war eine Umstellung, schließlich war bis dahin der fünfte Stock der DZ Bank-Tochter VR Finanz in Eschborn für ihn das höchste der Gefühle gewesen. An seinen ersten Arbeitstag als Leiter der Abteilung „Kommunikation und Gremien“ im Finanzkundengeschäft des genossenschaftlichen Spitzeninstituts kann sich Lange noch gut erinnern. Der Blick von seinem neuen Schreibtisch über die Dächer der Stadt war beeindruckend, sagt er: auf Autos, die hier wie Spielzeugwagen aussehen; auf Menschen, die zur Arbeit eilen oder im Park spazieren gehen; auf Häuser, Balkone, Gärten und andere Wolkenkratzer.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Schriftzug von Wirecard an der Firmenzentrale

          Wirecard : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EY-Mitarbeiter

          Die Wirtschaftsprüfer stehen im Verdacht, sich schuldig gemacht zu haben im Fall Wirecard. Die Politik zweifelt auch an einem anderen Testat der Konkurrenz PWC.
          Pfizer stellt den Impfstoff in Belgien und den Vereinigten Staaten her.

          Impfstoffherstellung : Qualitätsproblem bremst Biontech

          Pfizer und Biontech müssen ihrem hohen Tempo Tribut zollen und können nur halb so viele Impfstoffdosen liefern wie ursprünglich geplant. Wer macht das Rennen?