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Bandenkrieg in Frankfurt : Mit Totschläger und Messer gegen den Feind

Abgesperrt: Im Frankfurter Allerheiligenviertel war es im Januar dieses Jahres zu einer Schießerei gekommen. Bild: Lucas Bäuml

Nach der Schießerei im Allerheiligenviertel wird immer klarer, dass es sich um rivalisierende Banden handelt. Die Staatsanwaltschaft hat nach einer „Racheaktion“ weitere Verdächtige festgenommen.

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          Mit einer großangelegten Razzia ist die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstagmorgen gegen fünf Mitglieder einer türkischen Großfamilie vorgegangen, die Anfang März im Frankfurter Stadtteil Gallus versucht haben sollen, mit Totschlägern und einem Baseballschläger einen 38 Jahre alten Mann zu töten. Die Tat ist offenbar eine Racheaktion für die Schießerei im Allerheiligenviertel im Januar dieses Jahres. Schon damals hatte sich angedeutet, dass es sich um einen Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Banden handelt. Die Staatsanwaltschaft sprach am Dienstag von „Milieukriminalität“. Von Clans hingegen könne in diesem Zusammenhang nicht gesprochen werden. Wie berichtet, soll es dem Vernehmen nach um Geschäfte gegangen sein. Unter anderem mit Betäubungsmitteln.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Etwa 200 Beamte durchsuchten insgesamt neun Wohnräume sowie eine Gartenparzelle. Die Durchsuchungen fanden in Frankfurt, Rüsselsheim, Mainz und Nauheim statt. Den Beschuldigten wird gemeinschaftlicher versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Männer im Alter von 21 bis 36 Jahren haben zum Teil die türkische, zum Teil die deutsche Staatsangehörigkeit. Einer von ihnen wurde festgenommen und soll noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

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