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Balkonkonzerte : Mit der „Ode an die Freude“ durch die Krise

Eine junge Geigerin spielt von einem Balkon in Sachsenhausen in Frankfurt am Main das Stück „Freude schöner Götterfunken“. Bild: Wonge Bergmann

Die Italiener haben es mit ihrem „Flashmob sonoro“ vorgemacht – jetzt wird auch in Deutschland gemeinsam musiziert und gesungen, um ein Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise zu setzen.

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          An zahllosen Orten in der gesamten Republik und in der Rhein-Main-Region haben am Sonntagabend um 18 Uhr nicht nur professionelle Musiker, sondern auch Menschen, die einfach nur gerne musizieren, auf den Balkonen und an den offenen Fenstern ihrer Wohnungen Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ gespielt und gesungen. So war auch in vielen Frankfurter Stadtteilen zum Ausklang dieses kühlen, aber sonnigen Tags der letzte Satz der 9.Symphonie zu hören. Während man an manchen Straßen kaum etwas vernehmen konnte, war andernorts die Resonanz dafür umso größer. Und manche nutzten schließlich sogar die heimischen Stereoanlagen und öffneten die Fenster, um die musikalische Aufmunterung durch die Stadt klingen zu lassen. In den sozialen Medien war der Aufruf zum Musik-Flashmob als „Zeichen für Solidarität und Lebensfreude“ schon vor ein paar Tagen verbreitet worden, sogar die Noten standen schließlich online zur Verfügung. Dabei war die Wahl der Initiatoren der Aktion nicht zufällig auf Beethovens Ode gefallen. Zum einen wird in diesem Jahr der 250. Geburtstag des Komponisten gefeiert, zum anderen ist das Stück die offizielle Hymne der Europäischen Union.
           

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