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Nach tödlichem Unfall : Bahnunterführung in Nied nicht vor 2029 fertig

Am Unfallort erinnern Blumen und Kerzen an das junge Opfer. Bild: Wonge Bergmann

Lange wurde über eine Bahnunterführung im Frankfurter Stadtteil Nied gestritten. Nun ist klar: auf eine Lösung müssen Anwohner noch fast zehn Jahre warten.

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          Der Bahnübergang in Nied, an dem vor knapp drei Wochen eine 16 Jahre alte junge Frau bei offener Schranke von einem Zug erfasst und getötet wurde, wird frühestens von 2025 beziehungsweise 2026 an umgebaut. Das teilte am Dienstagabend Stadtrat Klaus Oesterling (SPD) im Verkehrsausschuss im Römer mit. Die Vorplanung für die seit Jahren vorgesehene Unterführung sei zwar beendet und mit der Deutschen Bahn der nächste Planungsschritt dieser Tage vertraglich vereinbart worden, dennoch brauche es noch einige Jahre, bis der notwendige Planfeststellungsbeschluss vorliege. Wenn niemand gegen das Vorhaben klage, könne dann die dreijährige Bauzeit beginnen. Vor 2029 könne die Unterführung der Oeserstraße und die zusätzliche Unterführung für Radfahrer und Fußgänger somit nicht in Betrieb genommen werden.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Hessen, sagte, es sei natürlich das Ziel der Bahn, solche beschrankten Bahnübergänge zu beseitigen, zumal, wenn es sich um eine vielbefahrene Straße und eine vielgenutzte Bahnstrecke handele. Allerdings sei dies im Fall der Oeserstraße in Nied „leider, leider sehr schwierig“. 2011 habe die Stadt 13 Varianten für eine Unterführung vorlegt, was zeige, wie kompliziert die Situation sei. Vornhusen sagte jedoch weiter, dass die Betroffenheit über das Ereignis vom 7. Mai „alle Beteiligten motiviert“, das Vorhaben nun zügig voranzutreiben. Vornhusen hätte sich seinen Worten zufolge gewünscht, dass es in der Vergangenheit schneller gegangen wäre, „dann hätten wir nicht diese Trauer“. Der Verkehrsausschuss hatte zu Beginn der Sitzung eine Schweigeminute eingelegt.

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