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Bahnhofsviertelnacht Frankfurt : Ein bisschen Glitzer-Glitzer

Wille zum Ausdruck: Eine Tänzerin der Reggaeton Latino Dancers Bild: Lando Hass

Straßenfeste sind wegen Corona tabu. Das Bahnhofsviertel in Frankfurt will sich trotzdem präsentieren – mit Konfettikanone und schweren Rockern.

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          Als die Tänzerin mit den schwarzen Locken die Bühne betritt, klatscht das Publikum begeistert. Ihr Gesicht ist umrahmt von einem riesigen Federkranz, ihre Hüften lässt sie so schnell zum Samba kreisen, dass einem schwindlig würde, fokussierte man sich auf den wirbelnden Schmuck an der knappen Bikinihose. Die Einlage ist der Abschluss der Bahnhofsviertelnacht, die Ulrich Mattner und Ferdinand Hartmann im Club „Changó“ auf die Beine gestellt haben. Die Tänzerin, Mitglied der Reggaeton Latino Dancers aus dem „Changó“, ist eine der Nummern der „Kiez Revue“, wie Mattner sie nennt.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eigentlich ist die Bahnhofsviertelnacht ein Straßenfest mit Hunderten Ständen, mit Informationen über Drogenhilfe, Prostitution, offenen Türen bei kleinen Läden und dem berühmten Kiosk Yok Yok, mit Führungen und vor allem mit Alkohol. In den vergangenen Jahren kamen Zigtausende Besucher, viele auch aus dem Umland, nach Frankfurt, um das Viertel kennenzulernen und ordentlich zu feiern. Das Bahnhofsviertel zog die Massen an, sie wollten mal einen Blick in das schillernde Quartier werfen. Doch in diesem Jahr gibt es keine solche Bahnhofsviertelnacht. Corona hat allen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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