https://www.faz.net/-gzg-9q0l8

Ausbildungsförderung : Knapp kalkuliert

Jetzt wird es eng: Schon am 5. Mai war nicht mehr viel Geld für den Monat übrig. Bild: Frank Röth

Kim Nguyen, Studentin der Uni Frankfurt, bekommt Bafög. Gerade wurde es erhöht, und doch bleibt die Frage: Reicht die staatlichen Förderung zum Leben in einer teuren Stadt?

          4 Min.

          Zweieinhalb Jahre hat Kim Nguyen gezögert. Sie wog ab, ob sie den Kocher für das Teewasser wirklich brauchte. Schließlich gab es einen in der Fachschaft. Andererseits nervte es, immer dorthin laufen zu müssen. Im Mai entschied sie sich und kaufte ein Exemplar für 11,99 Euro.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Betrag ist in ihrem Haushaltsbuch festgehalten, einem schwarzen Kalender. Alles, was die Studentin ausgibt, ist darin vermerkt, von „50 ct Postkarte“ über „90 ct Postkarte verschicken“ bis zu „12 Euro Museum“. Am 5.Mai, einen Tag, nachdem sie den Wasserkocher erstanden hatte, rechnete Kim Nguyen noch einmal genau durch. Sie kam auf 77,36 Euro, die ihr für diesen Monat noch zum Essen blieben. Sie trug die Zahl in die untere Ecke ihres Haushaltsbuches ein. Von da an war Sparen angesagt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Corona-Absperrungen und Wegweiser im Tübinger Luise-Wetzel-Stift.

          Ärzte gegen Wissenschaftler : Was ist die richtige Waffe gegen das Virus?

          Ärzteverbände stellen sich gegen die Forderung der Wissenschaft nach harten Maßnahmen. Die Infektionszahlen dürften nicht um jeden Preis gesenkt werden. Hinter den gegensätzlichen Positionen stehen auch wirtschaftliche Interessen.