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Sport in Corona-Krise : Calisthenics statt Trimm-dich-Pfad

Kräftigt: Zum Trainingsparcours im Südpark gehört auch die gute alte Liegestütze. Bild: Wonge Bergmann

Wer fit bleiben will, der muss nicht ins Fitnessstudio. Ein Trainingsparcours im Südpark kostet nichts und ist auch noch an der frischen Luft.

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          Da kommen die Corona-Lockerungen gerade recht. Die Stadt Bad Nauheim hat im Südpark einen Parcours eröffnet, der auch dafür konzipiert ist, sich gemeinsam fit zu halten oder wieder in Form zu bringen. Wer nach wochenlanger Körperertüchtigung in den eigenen vier Wänden Kraft- und Mobilitätsübungen an der frischen Luft absolvieren und es nicht mit dem Besuch von Fitnessstudios bewenden lassen will, der sei an der neuen Anlagen richtig, sagt Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos).

          Wolfram Ahlers

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Nicht zuletzt eigne sich der Parcours für Freunde von Calisthenics, also Training, das sich das Eigengewicht des Körpers zunutze macht und den Schwerpunkt auf intermuskuläre Koordination legt. So war es auch die Calisthenics-Gruppe Friedberg und Bad Nauheim, die den Impuls für den Bau der Anlage gab.

          Dabei ging es zunächst darum, die Fitnessanlage im Gesundheitsgarten am Gradierbau II um einige Geräte zu erweitern. Weil der Gesundheitsgarten jedoch nicht das gesamte Jahr über geöffnet ist, sann die Stadt nach einer anderen Lösung. Und kam auf den Südpark an der gegenüberliegenden Seite der Usa. Dort ist genügend Platz, um auch in größeren Calisthenics-Gruppen zu trainieren, wie sich die Vertreter der Community Friedberg und Bad Nauheim das wünschen.

          Stadt will an Kliniken herantreten

          Für den Standort sprach außerdem, dass er sich ebenfalls in der Nähe mehrerer Rehakliniken befindet. So wurde das Projekt vorab nicht nur mit der Calisthenics-Gruppe, sondern auch mit den Kliniken und deren Therapeuten erörtert, um den Parcours auch für Reha-Patienten attraktiv zu gestalten.

          Was Letzteres betrifft, will die Stadt noch einmal an die Kliniken herantreten, um über eine Erweiterung zu sprechen, wie der Bürgermeister sagt. Dabei könnte es um einen Pfad für Gehtraining gehen. Ausgestattet mit Alltagsbodenbelägen, hilft er, etwa nach einem Schlaganfall und beim Einsatz von Beinprothesen, beim Wiedererlernen des Laufens. Wie schon an Trimm-dich-Pfaden in den siebziger Jahren erläutern auch bei dem neuen Parcours an jeder Station Tafeln Übungen in drei Schwierigkeitsstufen. An der größten Station wird mit Suspensionsringen trainiert, es können Klimmzüge gemacht und es kann sich in Hängeposition entlanggehangelt werden. Der Dips-Barren legt den Fokus auf Stützmuskulatur, an der Squat-Plattform wird Ausdauer trainiert. Wer sich für Bodenturnen fit machen will, dem steht ein Handstandbügel zur Verfügung.

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