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Neue Staffel : „Bad Banks“ im Realitäts-Check

Einblick in die Bankenwelt:Nicht alles in „Bad Banks“ ist realistisch, auch wenn Désirée Nosbusch (links) und Paula Beer mit Bankern geredet haben. Bild: ZDF und Letterbox Filmproduktion

Die Krisenbanker gründen Fintechs in Berlin, das Böse greift um sich. Ist das Kunst oder echtes Bankgeschäft? Christian Strenger kennt sich mit beidem aus und hat mit uns in die zweite Staffel „Bad Banks“ geschaut.

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          Das ZDF hat schon mal kurze Clips in seine Mediathek gestellt. Titel: „Überlebenstipps in der Arbeitswelt“. Zu sehen sind die ersten Ausschnitte aus der zweiten Staffel von „Bad Banks“. Von morgen an können alle sechs neuen Folgen in der Mediathek von Arte gestreamt werden, einen Tag darauf auch beim ZDF. Eine Woche später laufen sie im Fernsehen. Zuvor aber gibt es Tipps wie diesen: „In diesem Geschäft kannst du die besten Absichten haben. Irgendwann musst du jemandem weh tun. Oder selbst untergehen.“

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das passt nicht unbedingt zu allen Berufsgruppen, zur Bankenbranche anscheinend schon. Jedenfalls berichtete schon nach der ersten Staffel nicht nur der Co-Hauptdarsteller Barry Atsma, sondern auch andere, dass echte Banker das Klima ihrer Jobs in der Serie bestens wiedererkannten. Paula Beer, die Jana Liekam, die Hauptfigur der Serie, und Atsma, der den charismatischen, aber auch manipulativen Investmentchef Gabriel Fenger spielt, Désirée Nosbusch als seine Kontrahentin Christelle Leblanc und zahlreiche andere Schauspieler hatten dafür echte Banker in Frankfurt, London, New York getroffen, um sich deren Arbeitsweise, Haltung und Sprache anzueignen. Auch wenn, so steht zumindest zu hoffen, in den Handelsräumen und Vorstandsetagen Intrigen, Aggression und Gier nicht derart gehäuft wie bei „Bad Banks“grassieren. Denn eines darf man getrost verraten: In Staffel zwei mag das Gute hier und da blinzeln, das Böse aber lauert überall. Vor allem in den Hauptfiguren.

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