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Bad Arolsen : Polizei verhindert „Facebook-Party“ in Nordhessen

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Anderen passiert es unfreiwillg, ein Mann aus Bad Arolsen scheint aber nichts gegen ein volles Haus zu haben: 3300 Menschen hatte er über Facebook zu seiner Party eingeladen und soll zur Sachbeschädigung aufgefrufen haben. Die Polizei sperrte kurzerhand die Straßen zu seiner Wohnung.

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          Die Polizei in Nordhessen hat mit einem größeren Einsatz eine Facebook-Party verhindert. Ein 23-Jähriger aus Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) hatte über das soziale Internetnetzwerk ursprünglich mehr als 3300 Menschen zu einer Feier am Freitagabend eingeladen. Dabei soll der Mann nach Polizeiangaben unter anderem zur Sachbeschädigung aufgerufen haben. Wie die Beamten am Samstag in Korbach mitteilte, sperrten sie daraufhin die beiden Zufahrtsstraßen zu seiner Wohnung ab Freitagmittag komplett für den Verkehr. Zudem seien alle Fahrzeuge, die in die Kleinstadt wollten, kontrolliert worden.

          Zuvor hatte der 23-Jährige die Einladung bereits zurückgezogen, nachdem ihm die Stadt die Party offiziell verboten hatte. Dennoch habe man mit Gästen gerechnet, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Gesichtet worden seien 300 bis 400 Jugendliche, die zum Public Viewing des EM-Spiels Deutschland gegen Griechenland gegangen seien. Ob sie zu der Party kommen wollten, ist unklar. Insgesamt seien sechs Platzverweise ausgesprochen worden. Gegen den 23-Jährigen wird nun wegen Aufforderung zu Straftaten ermittelt. Zudem wird geprüft, ob er die Kosten für den Großeinsatz zahlen muss.

          Party-Einladungen über Facebook habe immer wieder für Polizeieinsätze in Deutschland gesorgt. Die Feiern waren aus dem Ruder gelaufen, weil plötzlich Hunderte Menschen gekommen waren.

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