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Finanz-Affäre : Awo Frankfurt wählt neues Präsidium

  • Aktualisiert am

„Viel Vertrauen zerstört“: Mit der Wahl eines Präsidiums will die Awo in Frankfurt einen Neustart wagen. Bild: dpa

In der Finanz-Affäre will die Awo in Frankfurt einen weiteren Schritt in Richtung Neuanfang gehen. Dafür wurde nun ein neues Präsidium gewählt.

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          Nach Monaten der Krise ist der Frankfurter Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Samstag zu einer Kreiskonferenz und der Wahl eines neuen Präsidiums zusammen gekommen. Zur neuen Vorsitzenden des ehrenamtlichen Präsidiums wählten die Delegierten am Nachmittag die 60 Jahre alte Juristin Petra Rossbrey, die von einer „Herkulesaufgabe“ sprach, das „egoistisch verspielte Vertrauen“ wieder zu gewinnen. Rossbrey erhielt 58 Stimmen der 67 Delegierten.

          Das künftige Präsidium werde für Aufklärung sorgen, versicherte sie. „Viel Vertrauen wurde zerstört“, sagte Rossbrey über das Verhalten früherer Führungsmitglieder der Frankfurter Awo, die im Mittelpunkt des Awo-Skandals stehen.

          Das neue ehrenamtliche Team soll auch für eine personelle Neuaufstellung in einer schweren Krise stehen: Seit Monaten ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Betrugs- und Untreueverdachts gegen mehrere Verdächtige. Die Stadt Frankfurt stellte ebenfalls Strafanzeige.

          Auch Berichte über ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Frankfurter Awo-Funktionäre und Luxus-Dienstwagen hatten für Kritik bei vielen Ehrenamtlern und beim Bundesvorstand gesorgt. Die meisten bisherigen Präsidiumsmitglieder des Kreisverbands hatten im vergangenen Dezember ihre Ämter niedergelegt.

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