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AWO-Affäre Wiesbaden : E-Mails ohne vertraulichen Inhalt?

  • -Aktualisiert am

Vor der Geschäftsstelle des AWO-Kreisverbands in Wiesbaden. Bild: Frank Röth

Der neue Awo-Vorsitzende Franz Betz entlastet Stadtrat Christoph Manjura und sich selbst vor dem Wiesbadener Revisionsausschuss.

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          Sozialdezernent Christoph Manjura (SPD) soll auch während der Verhandlungen über die Zukunft der Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Frühjahr 2021 von seiner privaten Mail-Adresse mehrere E-Mails an den damaligen Awo-Vorstand gesendet haben. Dies hat der aktuelle Awo-Vorsitzende Franz Betz am Donnerstag auf Nachfrage mitgeteilt. Eine ganz bestimmte E-Mail, aufgrund der die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Manjura und Betz ermittelt, sei aber erst „deutlich nach dem Abschluss der Verhandlungen“, gesendet worden, führte er weiter aus. Außerdem seien vertrauliche Informationen nicht Inhalt dieser Mail gewesen, so Betz weiter.

          Hintergrund der Äußerungen ist die jüngste Sitzung des Wiesbadener Revisionsausschusses, während der die Ausschussmitglieder von CDU und FDP Auskünfte von Betz und seinem Vorgänger Wolfgang Hessenauer über den E-Mail-Verkehr zwischen Manjura und dem Awo-Vorstand erhalten wollten. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Manjura wegen des Verdachts auf Verletzung des Dienstgeheimnisses. Gegen Betz, der im Frühjahr 2021 Vize-Vorsitzender der Awo war, läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Anstiftung zur Verletzung des Dienstgeheimnisses. Damals waren Betz und Hessenauer angetreten, um die Skandale ihrer Awo-Vorgänger aufzuklären und die wirtschaftliche Zukunft des Wiesbadener Kreisverbandes zu sichern.

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