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Autofreie Uferstraße : Mit Sitzstufen bis an den Main

Skizze zur Idee: das autofreie Mainufer als Park Bild: Simulation Drei Eins/Stadt Freiraum Architektur

Die Frankfurter SPD im Römer hat Ideen, wie der gesperrte Mainkai aussehen könnte, würden dort nie wieder Autos fahren. Doch einige fordern die Aufhebung der Sperrung.

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          Eugen Emmerling formuliert es höflich: Das, was bisher auf der gesperrten nördlichen Mainuferstraße stattfand, „das hat nicht die Phantasie angespornt“. Nun will der verkehrspolitische Sprecher der SPD das Versäumte nachholen. Unterstützt von seiner gesamten Fraktion im Römer hat er das Architekturbüro Drei Eins beauftragt zu visualisieren, wie ein umgestalteter Mainkai aussehen könnte. Sitzstufen bis ans Wasser des Mains, Bänke unter Bäumen, überhaupt sehr viel Grün und sehr viele Bäume, Platz für Fahrräder und natürlich keine Autos, so sehen die Ideenskizzen der Stadtplaner aus. „Eigentlich wollen wir den Mainkai zu einem Park umbauen“, sagt Emmerling. 1806 habe es so etwas schon einmal am nördlichen Mainufer in Höhe des erst später errichteten Eisernen Stegs gegeben. Ginge es nach Emmerling, knüpfte Frankfurt an diese Tradition an. Auf jeden Fall, so der Verkehrspolitiker, müsse das „hässliche Asphaltband“ dort weg. Denn seit es die Neue Altstadt in Frankfurt gebe, liege es doch auf der Hand, diese stärker als bisher mit dem Mainufer zu verbinden. Ohnehin sei das Mainufer das Kapital der Stadt, habe gerade das nördliche Ufer mit seiner Bebauung lange Zeit als die Schauseite Frankfurts gegolten.

          Die SPD wirbt mit den jetzt vorgelegten Ideenskizzen nicht nur bei den Frankfurter Bürgern um Zustimmung für ein autofreies nördliches Mainufer. Emmerling muss zunächst im Römer für eine Mehrheit sorgen, damit der auf ein Jahr angelegte Verkehrsversuch mit einer Sperrung nicht abrupt Ende August beendet wird. Die Grünen hat er auf seiner Seite, nicht aber die CDU. Doch mit beiden Parteien arbeitet die SPD derzeit in der Römerkoalition zusammen. Teile der CDU-Fraktion fordern seit Monaten die Aufhebung der Sperrung, weil es zu massiven Staus insbesondere in Sachsenhausen und auf den Mainbrücke gekommen war.

          Es habe „Anfangsprobleme“ gegeben, gesteht Emmerling ein. Doch mittlerweile seien Ampelschaltungen verändert worden. „Wir müssen bei der Verkehrsführung auch noch weiter nachsteuern“, sagt er vor allem in Richtung der CDU, da müsse noch manches „feinjustiert“ werden. Emmerling kann sich persönlich auch Pförtnerampeln vorstellen, die am Stadtrand die Einfahrt nach Frankfurt stärker regulieren. Der Durchgangsverkehr sei Ursache für die Verkehrsprobleme rund um den gesperrten Mainkai. Die SPD wolle sich mit „aller Kraft und Klarheit für eine autofreie Innenstadt einsetzen“, so Emmerling. Wie sonst wolle man die Luftschadstoffe reduzieren und dem Klimawandel durch mehr Grün begegnen? „Wir müssen einfach einmal anfangen.“

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