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Autobahnbau : Bremse statt Gaspedal

  • -Aktualisiert am

Mammutprojekt in Frankfurt: Auch für den Bau des Riederwaldtunnels ist seit Anfang des Jahres die Autobahn GmbH des Bundes zuständig. Bild: Hessen Mobil

Mit der Autobahn GmbH sollte eigentlich alles besser werden. Doch nach zwei Monaten regt sich Kritik. Am Ende werde weniger statt mehr gebaut, fürchten Unternehmer.

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          Schnelleres Planen, effizienteres Bauen – so lautet das vielversprechende Motto der Autobahn GmbH. Konzeptionen aus einem Guss, weniger Bürokratie, weniger Doppelarbeit, weniger Reibungsverluste: Mit der Gründung der hundertprozentigen Bundesgesellschaft soll im Fernstraßenbau wenn nicht alles, so doch vieles besser werden. Seit Jahresanfang sind nicht mehr die 16 Länder für die Betreuung der Autobahntrassen auf ihren Territorien zuständig, sondern der Bund. Durch die Neuorganisation, so die Theorie, könnten die Bauarbeiten auf mehr als 13.000 Autobahnkilometern nicht nur rascher vonstatten gehen, sondern auch billiger werden. Doch zwei Monate nachdem die Autobahn GmbH ihre Arbeit aufgenommen hat, regt sich Kritik.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Getrieben von der Sorge, die Konzentration der Planungskompetenz in Berlin könne zumindest vorübergehend zu einem Rückgang der Aufträge an die Straßenbauunternehmen führen, sprach der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen von der Autobahn GmbH jüngst als einem „Nadelöhr“. Aus seiner Sicht sei der Start der neuen Gesellschaft missglückt, hieß es in einer Pressemitteilung des Hauptgeschäftsführers des Verbandes, Rainer von Borstel. „Leider hat sich der Bund mit der großen Strukturreform verhoben.“

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