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Filmmuseum in Frankfurt : Digitales Illusionsspiel

Im Reich der Dinosaurier: Für Jurassic Park gab es 1994 den Oscar für die besten Spezialeffekte. Bild: dpa

Das Deutsche Filmmuseum spürt der „Digital Revolution“ in einer Sonderausstellung nach. Dazu präsentiert eine Filmreihe die Errungenschaften der vergangenen 50 Jahre.

          Vor 25 Jahren war das so neu, so anders, so überwältigend, dass er die Wahrnehmung von Film durchaus verändert hat. Die von Dinosauriern übrigens auch: Viele Leute sind damals wieder ins Senckenberg-Museum gegangen, als müssten sie sich davon überzeugen, dass die Urtiere auch wirklich tot sind. Und nicht etwa plötzlich bei ihnen im Vorgarten stehen. Gentechnik und digitale Bilder – das Thema des Films und seine Bearbeitung, mit der Steven Spielberg ein ungeheurer Erfolg gelang, waren damals revolutionär, als „Jurassic Park“ 1993 in die Kinos kam.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Heute kann man „Jurassic Park“ als einen Klassiker unter den Filmen mit computeranimierten Bildern sehen, wiewohl diese Techniken schon 15 Jahre früher erstmals erprobt worden sind. „Jurassic Park“, „The Abyss“ (1989) und „Tron“ (1982) stehen am Anfang einer Filmreihe, mit der das Deutsche Filmmuseum und Filminstitut eine große Sonderschau zur „Digital Revolution“ nicht nur im Film, sondern auch in der Musik, der bildenden Kunst, der Architektur, begleitet. Immerhin ist es schon – oder erst – 50 Jahre her, seit diese Revolution angefangen hat, unser aller Leben zu beeinflussen.

          Dass da so mancher Realität und Fiktion nicht mehr trennscharf auseinanderhalten kann und will, wundert nicht. Notfalls muss man halt nach dem Filmprogramm noch mal ins Senckenberg-Museum, um sich zu vergewissern.

          DIGITAL REVOLUTION

          Deutsches Filmmuseum Frankfurt, bis 20. Oktober, Filmreihe noch bis Ende Juni im Kino des Museums

           

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