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Anfänge der Menschheit : Wann ist ein Mensch ein Mensch?

  • -Aktualisiert am

Einige der Funde aus Kenia sind als Abbild im Museum zu sehen. Bild: D. Hoffmann / Archäologisches Museum Frankfurt

Unscheinbar wirken sie, wie ganz normale Steine eben. Als Teil der „Menschsein“-Ausstellung im Archäologischen Museum sind sie eine Sensation. Die Exponate aus der Altsteinzeit zeigen die Entwicklung der Menschheit.

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          Vier massiv wirkende Steine auf blauem Grund – dunkelgrau, einer rundlich, zwei ein wenig kantig, der kleinste hellbraun und nahezu dreieckig. Die etwa handtellergroßen Artefakte gehören zur Ausstellung „Menschsein“ im Archäologischen Museum, die am Dienstag vorgestellt worden ist. Auf den ersten Blick wirken sie unscheinbar. Doch sie sind eine Sensation, sie sind „die ältesten Steinwerkzeuge der Welt“, wie Liane Giemsch, Kustodin für Prähistorische Archäologie, erklärt. Das 3,3 Millionen Jahre alte, am Turkana-See in Kenia geborgene steinerne Quartett ist – wenn auch als Abbild, da die Corona-Pandemie den Transport der Originale vereitelt hat – zum ersten Mal in Europa zu sehen.

          In der Schau, die Giemsch gemeinsam mit der Altsteinzeit-Forscherin Miriam Noël Haidle kuratiert hat, geht es um nichts weniger als um „Die Anfänge unserer Kultur“. Der Untertitel der Ausstellung verweise auf einen Denkansatz, der den Urgrund unseres heutigen, hochdifferenzierten Lebens im „Werkzeugverhalten“ frühester Hominiden erkenne, sagt Haidle, die das Langzeitprojekt „The Role of Culture in Early Expansions of Humans“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum sowie der Universität Tübingen koordiniert.

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