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Öffnung der Außengastronomie : Schlangestehen für den Freibrief

  • -Aktualisiert am

Am Pfingstmontag sitzen zahlreiche Menschen im Außenbereich eines Restaurants in Frankfurt. Bild: Laila Sieber

Die Außengastronomie in Frankfurt hat seit Montag wieder geöffnet. Bei den Testzentren ist der Andrang deswegen besonders groß. Was viele nicht wissen, ist, dass sie sich beliebig oft testen lassen können.

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          In der ganzen Stadt bilden sich lange Schlangen vor Zelten und Hauseingängen. Es wirkt, als gebe es etwas umsonst. Und das stimmt ja auch: Es gibt unentgeltliche Corona-Tests für alle und damit die Freibriefe für die Außengastronomie und das lang ersehnte Einkaufserlebnis im Geschäft. Ohne Test wäre das für die meisten unerreichbar. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, kommt an den „Türstehern“ ohne Negativ-Zertifikat nicht vorbei.

          Was viele nicht wissen: Jeder kann theoretisch so viele Abstriche vornehmen lassen, wie er möchte, denn in Hessen gibt es dafür keine Obergrenze. Auf Nachfrage beim Sozialministerium heißt es: „Jeder und jede kann sich unbegrenzt häufig kostenlos in den von den Behörden vor Ort benannten Testzentren testen lassen.“

          Die Kosten trage der Bund. In Hessen gibt es derzeit 1186 gemeldete Testzentren, 111 davon in Frankfurt. Oft würden sie von gewerblichen Anbietern oder den Kommunen selbst betrieben, heißt es vom Hessischen Sozialministerium.

          Täglich volle Auslastung

          Mit dabei ist auch der Arbeiter-Samariter-Bund, der in Frankfurt zehn Testzentren leitet, unter anderem jene an der Hauptwache und der Borsigallee. Dort werden im Schnitt täglich ungefähr 140 Personen getestet. Das sei die volle Auslastung hinsichtlich Raumgröße und Personalmenge, wie Mitarbeiterin Katrin Breschke mitteilt.

          Die Anzahl der täglichen Testungen variiere jedoch zwischen den unterschiedlichen Zentren und sei abhängig vom Standort und der Größe der Einrichtung. Um sicherzustellen, dass die Tests korrekt vorgenommen werden, gebe es zudem wöchentliche Kontrollen.

          Die Nachfrage sei schon seit der Öffnung von Friseuren und Nagelstudios groß: „Die Termine sind immer schon eine halbe Woche im Voraus ausgebucht.“ Durch die Öffnung der Außengastronomie hat sich die Nachfrage noch einmal deutlich erhöht, wie ein Mitarbeiter des Main-Corona-Testzentrums sagt.

          Am Montag seien in den drei Zentren des Unternehmens insgesamt 1140 Personen getestet worden, so viele wie noch nie. Sorgen wegen der großen Nachfrage mache er sich nicht: „Es sind genug Tests da, und wir können pro Stunde mit zwei bis drei Mitarbeitern ungefähr 50 bis 60 Leute testen.“

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