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Ausgehen in Corona-Zeiten : Partys im Freien

Alles so schön voll hier: der Opernplatz in der Nacht zum Sonntag, nach MItternacht Bild: Maximilian von Lachner

Mit der Corona-Krise ist eine neue Ausgehkultur entstanden. Die Feiernden kapern öffentliche Plätze und Parks, nicht nur in Frankfurt. Szenen eines Wochenendes.

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          Limoncello Spritz, Hugo, Gin Tonic, Jacky Cola, alles „to go“. Die Pizzeria hat das Angebot erweitert und ist damit sehr erfolgreich. Im Gastraum selbst ist nur ein einziger Tisch besetzt, davor aber warten die Leute geduldig auf einen Longdrink im Plastikbecher oder Pizza zum Mitnehmen. Ein paar Schritte weiter ist die Schlange vor dem Kiosk mit den bunt blinkenden Lichterketten nicht kürzer, dort decken sich die Menschen mit Flaschenbier ein. Allzu weit wird es sie damit nicht ziehen, verabredet ist man genau gegenüber: auf den Bänken und Treppen des Luisenplatzes. Das ist ein kreisrunder, beschaulicher Ort zwischen hübschen Gründerzeitbauten. Und seit Wochen ein Treffpunkt der Feiernden. Das war der Platz im Nordend ab und zu auch früher schon, doch nun versammeln sich die Leute dort täglich.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Jacqueline Vogt
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dass öffentliche Plätze die Funktion von Kneipen oder Bars übernehmen, ist mit der Corona-Krise Alltag geworden. Alte Oper, Kleinmarkthalle, Mainufer, die Parks, Matthias-Beltz-Platz: Sobald das Wetter mitspielt, brummt es überall. Unlängst hat, wieder einmal, das Ordnungsamt Alarm geschlagen und daran erinnert, dass die Abstandsregeln noch immer gelten, hat sich über die Müllberge beklagt, die an den Plätzen hinterlassen werden. Um die Lage besser in den Griff zu bekommen, solle nun wieder mehr kontrolliert werden, hieß es.

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