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Ausgabenkürzungen : Hoffmann: Frankfurt pflegt Mundart zu wenig

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„Was Hamburg, Köln und München - auch mit Theatern - für ihre Mundart tun, daran sollte sich Frankfurt ein Beispiel nehmen“, fordert Hilmar Hoffmann, einst Kulturdezernent der Stadt Bild: dpa

Frankfurt spart an der Kultur: Das Romantikmuseum und das Theater für Michael Quast fallen dem Rotstift zum Opfer. Kulturpolitiker Hoffmann macht Vorschläge, damit die Projekte nicht sterben müssen.

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          Frankfurt vernachlässigt nach Ansicht des Kulturpolitikers Hilmar Hoffmann (SPD) die Pflege der Mundart. „Was Hamburg, Köln und München - auch mit Theatern - für ihre Mundart tun, daran sollte sich Frankfurt ein Beispiel nehmen“, sagte der ehemalige Kulturdezernent der Stadt. Der schwarz-grüne Magistrat habe zunächst entschieden, das Volkstheater zu schließen, um für das Romantikmuseum Platz zu machen, und eine Bühne für den Volksschauspieler Michael Quast vorgestellt. Und nun solle das Geld für dieses Theater und für das Museum gestrichen werden. „Das ist eine Katastrophe.“

          „Anscheinend haben sich die Grünen durchgesetzt“, sagte Hoffmann
          zu den Sparvereinbarungen der Koalition. „Sie haben bei meinem Abgang schon gesagt: „Jetzt muss die Kultur bluten“.“ Hoffmann prägte
          als Kulturdezernent zwei Jahrzehnte lang die Bankenmetropole, unter anderem als Initiator des Museumsufers. Danach lenkte der  inzwischen 87 Jahre alte Hoffmann die Geschicke des Goethe-Instituts.

          Gelder von Bund und Land zugesagt

          „Wenn einmal der Beschluss gefasst ist, das wird nicht gebaut, dann ist das weg“, warnte Hoffmann. Der Neubau des Museums der Weltkulturen sei in den 17 Jahren unter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) auch nicht verwirklicht worden. „Das ist verbuddelt.“ Der angesehene Kulturpolitiker schlägt Alternativen vor: Ein Moratorium für den Beschluss, das Romantikmuseum nicht zu bauen, und eine Ersatzspielstätte für Quasts „Paradieshof“ im Stadtteil Sachsenhausen. „Ein Moratorium setzt den Beschluss zunächst einmal aus.“ So könne Zeit gewonnen werden, „um für die paar Millionen, die noch aufgebracht werden müssen, Sponsoren zu sammeln“. Das Geld von Bund und Land für das Museum seien schließlich fest zugesagt.

          Für Quasts „Paradieshof“ seien Sponsoren wohl nicht der Ausweg. „Die, die die Mundart noch pflegen und selber Frankfurterisch sprechen, werden immer weniger und sind meist Leute, die kein Geld haben“, sagte Hoffmann. „Quast muss eine Überwinterung kriegen, meinetwegen in den Kammerspielen als Teil des Schauspiels.“ Dort könne er einen festen Platz bekommen und ein- oder zweimal je Woche auftreten. Schauspielintendant Oliver Reese sei vielleicht aus
          Kollegialität zu diesem Schritt zu bewegen.

          „Reparaturen lassen sich verschmerzen“

          Die Sanierung der Städtischen Bühnen, die ebenfalls verschoben werden, sind nach Ansicht Hoffmanns „die geringste Sorge“. Die  Bühnen seien gerade gut bedient worden mit mehreren Millionen Euro für neue Werkstätten. „Wenn es um das Schicksal von Projekten wie dem Romantikmuseum und Quasts Theater geht, lassen sich die Reparaturen verschmerzen.“

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