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Auschwitz-Überlebende in Fulda : „Zu wenig Engagement gegen Fremdenhass“

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Überlebte die Arbeits- und Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg: Esther Bejarano bei einem Zeitzeugengespräch in Fulda. Bild: dpa

Die Zeiten für Flüchtlinge seien in Deutschland rauher geworden. Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano sagt, die Politik unternehme dagegen zu wenig.

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          Nach Ansicht einer prominenten Auschwitz-Überlebenden unternimmt die Politik zu wenig gegen aufkeimende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. „Das gesellschaftliche Klima ist rauher für Flüchtlinge und Ausländer in Deutschland geworden. Es ist eine Katastrophe, dass die Bundesregierung nicht mehr dagegen tut“, kritisierte Esther Bejarano am Freitag in Fulda vor einem Zeitzeugengespräch mit Schülern.

          Die 90 Jahre alte Jüdin überstand den Holocaust und die Arbeits- und Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg. Sie ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters im KZ Auschwitz. Mittlerweile hat sich die Wahl-Hamburgerin zur Vorkämpferin gegen das Vergessen der Nazi-Gräueltaten entwickelt und tourt mit Lesungen und Konzerten.

          Bejarano, Mitbegründerin und Ehrenvorsitzende des Internationalen Auschwitz-Komitees, mahnte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „Die Regierung geht zu achtlos mit dem Thema um. Es ist nicht damit getan, einmal im Jahr eine Gedenkfeier zu veranstalten. Es braucht mehr Anstrengungen, dieses Kapitel nie in Vergessenheit geraten zu lassen.“ Große Sorgen bereiteten ihr die Pegida-Bewegung und die erheblich gestiegene Zahl rassistischer Übergriffe auf Asylbewerberunterkünfte.

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