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Kundgebungen : „Aufstehen“-Bewegung demonstriert in Hessen

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Aufstehen: Die Sammlungsbewegung hat zur ersten größeren Demonstration in Hessen aufgerufen. Auf dem Bild ist eine Kundgebung in Berlin zu sehen. Bild: dpa

Die linke Bewegung „Aufstehen“ will sich für gerechtere soziale Bedingungen einsetzen. Nun ist die erste größere Demonstration in Hessen geplant. Auch die rechtsextreme Kleinpartei Der III. Weg will am Samstag demonstrieren.

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          Mehrere hessische Ort- und Regionalgruppen der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ wollen in Wiesbaden gegen Niedriglöhne und Altersarmut sowie Mietwucher und Pflegenotstand auf die Straße gehen. Bis zu 500 Teilnehmer werden nach Angaben der Organisatoren am Samstag erwartet. Das Treffen ist Teil einer bundesweiten Aktion in Landeshauptstädten und die erste größere Demonstration der Bewegung in Hessen. Auch in Fulda wird am Samstag demonstriert, wenn auch mit etwas anderem Hintergrund.

          Die Sammlungsbewegung wurde von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht initiierte und hat nach Angaben von Januar inzwischen rund 170.000 Mitglieder. In Hessen habe „Aufstehen“ kein fertiges und einheitliches Programm. Die Sammlungsbewegung setzt sich über ein kleines Netzwerk aus mehreren unterschiedlichen regionalen Gruppen zusammen, erklärten die Initiatoren.

          Ziel sei, sich für gerechtere soziale Bedingungen im Land einzusetzen und sich von politisch rechten Gruppen abzugrenzen. Vor der Demonstration in Wiesbaden gab es bereits kleinere Aktionen der Bewegung in Hessen etwa in Frankfurt, sagte ein Sprecher der Organisatoren.

          Rechtsextreme Partei Der III. Weg

          In Fulda hat eine für Samstag in der Innenstadt angemeldete Kundgebung der rechtsextremen Kleinpartei Der III. Weg zahlreiche Gegendemonstranten auf den Plan gerufen. Nach Angaben der Stadt wollen 60 bis 90 Anhänger der Rechtsextremen an die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten im Februar 1945 erinnern.

          Auf der Gegenseite haben Demonstranten Proteste gegen den „Geschichtsrevisionismus“ der Rechtsextremen angekündigt. Versammeln wollen sie sich auf verschiedenen Plätzen der Innenstadt, je nach Anmelder zwischen 25 bis zu mehreren Hundert Teilnehmern. Hinter den Gegendemos stehen unter anderem der Verein „Fulda stellt sich quer“ und das „Aktionsbündnis für ein weltoffenes und demokratisches Fulda“, unterstützt von Kirchen und Gewerkschaften. Die Gegendemonstranten erwarten rund 2000 Mitstreiter. Die Polizei wird mit „mehreren Hundert Beamten“ im Einsatz sein.

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