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Wiesbaden : Leichtes Spiel für die AWO-Betrüger

Das Logo der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bild: dpa

In Wiesbaden wächst die Unzufriedenheit mit dem Tempo der Aufklärung des AWO-Skandals. Ein erster Bericht ist erschreckend, aber intern umstritten.

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          Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt der Skandal um die Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Staatsanwaltschaft und die Po­litik. In der hessischen Landeshauptstadt allerdings wächst inzwischen der Unmut über das aus Sicht einiger Fraktionen schleppende Tempo bei der politischen Aufklärung. Und es gibt die Furcht, dass mögliche Schadensersatzansprüche verjähren könnten.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Mit CDU, FDP und BLW/ ULW/ BIG versuchten in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gleich drei Fraktionen, durch einen gemeinsamen Be­richts­antrag aufs Tempo zu drücken. „Wir müssen endlich über Schlussfolgerungen nachdenken und Konsequenzen ziehen“, forderte Lucas Schwalbach (FDP) und schloss sich damit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniela Georgi an. Schwalbach nahm vor allem Sozialdezernent Christof Manjura (SPD) we­gen der gegen ihn laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ins Vi­sier, für den aber laut SPD-Fraktionschef Hendrik Schmehl die Unschuldsvermutung gelten müsse. Marco Dahlen (CDU) sprach von einem unhaltbaren Zu­stand bei der Aufklärungsarbeit.

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