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Aufforsten im Taunus : Eichen für die nächste Waldgeneration

Kahlschlag: Weil Bäume stark geschädigt waren, mussten sie gefällt werden. Jetzt wird neu gepflanzt. Bild: Helmut Fricke

Die Förster müssen beim Aufforsten im Hochtaunuskreis den Klimawandel berücksichtigen. So werden nicht nur heimische Bäume gepflanzt, sondern auch Douglasien aus dem amerikanischen Bundesstaat Oregon.

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          Nach drei trockenen Sommern müssen die Förster dem Wald beim Überleben helfen. Dafür besinnen sie sich auf ein einfaches Prinzip, das eigentlich naheliegend ist: Für die Aufforstung suchen sie vor allem heimische Baumarten aus. Und sie pflanzen nicht nur eine Baumart, sondern eine Mischung, denn sie setzen bei jungen Gehölzen auf eine Vielfalt der Arten. So werden in diesem Frühjahr in den Wäldern im Taunus junge Traubeneichen gepflanzt, gemischt mit Linden und Hainbuchen. Ergänzt werden die heimischen Bäume durch Douglasien. Dieses Nadelgewächs stammt aus dem amerikanischen Bundesstaat Oregon, in dem die Sommer sehr trocken sind, so dass auch diese Art in regenarmen Jahren gedeihen kann.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          100.000 junge Bäume werden bis Ende April im Wald gepflanzt, den das Forstamt Königstein betreut. „Um die Wälder zu stärken, pflanzen wir heimische Baumarten, die mit der Trockenheit besser zurechtkommen. Wir ergänzen die Artenvielfalt und streuen damit das Risiko“, sagt Sebastian Gräf, stellvertretender Leiter des Forstamts. Für jede einzelne Fläche müssen Gräf und seine Mitarbeiter die passende Baumart aussuchen und hochwertige Setzlinge beschaffen. „Immerhin legen wir jetzt den Grundstein für mindestens die nächste Waldgeneration. Unsere Enkel werden uns danken, wenn wir heute auf Qualität setzen.“

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