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Aufbau einer Großpfarrei : Aufbruch mit Franziskus

  • -Aktualisiert am

Team: Pfarrverwalter Anto Batinic (zweiter von rechts) im Pfarrbüro von St. Franziskus in Eschersheim mit Sekretär Kornelius Schultes, Pastoralreferent Oliver Karkosch, Sekretärin Heike Drebert und Praktikant Adam Swiniarski (von rechts). Bild: Helmut Fricke

Im Bistum Limburg entsteht eine Großpfarrei nach der anderen. Der Aufwand ist riesig, es gibt Protest, auch im Nordosten Frankfurts. Ohne Optimismus geht nichts.

          Wer angesichts des Umbruchs der katholischen Kirche einen Nachhilfekurs in Optimismus braucht, sollte nach Eschersheim gehen – zu Oliver Karkosch. Der Pastoralreferent findet angesichts der großen Aufgabe, vor der er und seine Kollegen momentan stehen, zwar auch Anlass zur Kritik, aber er verbreitet temperamentvoll Zuversicht: „Wir sind guter Dinge, und wir kriegen das zusammen hin.“

          Ein solcher Schwung ist auch nötig, denn der Kraftakt, vor dem Karkosch und seine Kollegen stehen, ist groß: Sie müssen ihre neue Großpfarrei St.Franziskus mit Leben erfüllen. Zum 1.Januar wurde sie vom Apostolischen Administrator des Bistums Limburg, Manfred Grothe, errichtet. Zusammengeschlossen haben sich sechs Pfarreien im Nordosten der Stadt: am Frankfurter Berg, in Eckenheim, am Dornbusch, in Preungesheim, Eschersheim und Ginnheim. Rund 22.000 Gläubige hat die neue Pfarrei, sie ist damit eine der größten im Bistum Limburg.

          Im Herbst soll alles fertig sein

          Ihr Mittelpunkt liegt in Eschersheim. Die dortige Kirche St.Josef ist die Pfarrkirche der neuen Pfarrei, neben ihr liegt das zentrale Pfarrbüro. In den anderen Kirchorten, so heißen die einst selbständigen Pfarreien nun, gibt es zwar auch Büros, aber sie sind nur noch vier Stunden in der Woche geöffnet, das zentrale Pfarrbüro an jedem Tag für mehrere Stunden. Ein neues Siegel gibt es schon, auch die neuen Kirchenbücher sind da. Aber das Büro ist zu klein. Um das zu ändern, stehen im Pfarrhaus größere Umbauten an, für die Karkosch verantwortlich ist. Er rechnet damit, dass im Herbst alles fertig sein wird. Schon jetzt muss sich das Sekretariat an einen neuen Arbeitsstil gewöhnen. Kornelius Schultes hat mehr als 14 Jahre lang als Pfarrsekretär in Eckenheim das Büro der Herz-Jesu-Pfarrei allein gemanagt. Nun hat er auch einen Schreibtisch im zentralen Pfarrbüro und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Wir organisieren alles Stück für Stück.“

          Umstellen muss sich auch seine Kollegin Heike Drebert. Sie war schon vorher in Eschersheimer Pfarrbüro tätig. Sie sieht in der Kooperation den Vorteil, sich die Arbeit besser aufteilen zu können. Geht es nach dem Pfarrverwalter Anto Batinic, kommt noch eine Mitarbeiterin hinzu, die sich um den Internetauftritt der neuen Pfarrei und die interne wie externe Kommunikation kümmert.

          Eine „epochale Wende“ für die Pfarrei

          Batinic, ein Franziskaner, kennt das Gebiet seiner neuen Pfarrei gut. Er war unter anderem Pfarrer am Frankfurter Berg und in Preungesheim. Nun wird der Geistliche beim offiziellen Gründungsgottesdienst am 1.März Pfarrer von St.Franziskus werden. Bis dahin ist er Pfarrverwalter.

          In der Vorbereitung auf die Pfarreigründung steckte viel Arbeit. Mehrere Ausschüsse haben sich damit befasst. Der Vorschlag, die neue Gemeinde nach dem heiligen Franziskus zu nennen, kam von Batinic. In ihm sieht er einen geeigneten Patron, „weil Franziskus seinerzeit für einen neuen Aufbau der Kirche stand, die Pfarrei viele soziale Brennpunkte hat und der Papst für die Ideale dieses Heiligen steht“. Es habe auch andere Namensvorschläge gegeben, seiner sei von der Mehrheit der Gläubigen angenommen worden, berichtet Batinic.

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