https://www.faz.net/-gzg-9vd4v

Auf ein Wort mit Studenten : Mag alte Häuser

  • -Aktualisiert am

Auf ein Wort mit dem Studenten Patrik Polic Bild: Marcus Kaufhold

Was bewegt die Studenten? Ein Interview mit Patrik Polic von der Hochschule Rhein-Main Wiesbaden.

          1 Min.

          Was liegt an diese Woche?

          Lernen, lernen, lernen! Jetzt ist Prüfungszeit.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Jeder Tag ist unterschiedlich. Gerade arbeite ich als Aushilfe, da ist jeder Tag gleich. Am liebsten würde ich kündigen.

          Und was stört Sie?

          Eigentlich nichts, Gott sei Dank.

          Was wollten Sie Ihrem Hochschulpräsidenten schon immer mal sagen?

          Das Parkhaus zerfällt, die wichtigen Träger werden notdürftig abgestützt. Anstatt da etwas zu tun, nimmt die Hochschule den Damen im 2. Untergeschoss des Gebäudes A das WC weg und ersetzt es durch ein All-Gender-WC, so dass Männer jetzt zwei Toiletten und Frauen nur eine zur Verfügung haben.

          Ihr Lieblingsort in der Hochschule?

          Dieser Campus hier. Die Gebäude sehen von außen ganz okay aus, von innen nicht. Besonders im Sommer ist es schön, hier draußen zu lernen oder zu essen.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Zur Uni! Ich wohne 20 Kilometer entfernt, mit dem Auto kostet das zehn Euro hin und zurück. Dann bleibe ich lieber zu Hause, wenn’s geht.

          Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

          Als ich an die Hochschule kam, war ich schon verlobt, deshalb habe ich hier mit niemandem geflirtet. Aber ich würde sagen, hier draußen, denn hier sitzt man ungestört.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne in Kriftel mit meinem Vater.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich arbeite im Globus-Baumarkt in Hofheim.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Mit meinen Freunden gehe ich gerne ins Café. Zum Beispiel in Kriftel in eine Shisha-Bar oder in Bad Soden in ein kroatisches Café. Aber ich habe keinen festen Ort.

          Was gefällt Ihnen an Wiesbaden, was nicht?

          Die alte Bausubstanz gefällt mir. Bei einer Exkursion mit unserer Architekturprofessorin habe ich sie mal gefragt: „Was ist los mit den Architekten heutzutage, dass sie nur noch hässliche Häuser bauen? Vor hundert Jahren waren die noch so schön!“ Da hat sie gesagt: „Das ist nur Ansichtssache.“ Was mir nicht gefällt: die Bahnanbindung zum Main-Taunus-Kreis. Mit dem Auto brauche ich zwanzig Minuten hierher, mit dem öffentlichen Nahverkehr bräuchte ich eineinhalb Stunden.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Arbeiten! Und zwar als Bauingenieur. Anfang Februar werde ich als Aushilfe in einer Baufirma anfangen. Was später kommt, werden wir sehen. Ich würde gerne öffentliche Gebäude bauen oder im Tiefbau, also U-Bahn und Tiefgaragen zum Beispiel, arbeiten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Unzufriedene Deutsche : Kapitalismus am Pranger

          Die Löhne sind hoch, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, der Sozialstaat wächst. Trotzdem glaubt mehr als jeder zweite Deutsche, dass der Kapitalismus mehr schadet als nutzt. Dahinter steckt nicht nur Gejammer.
          Eine Ära endet: Es gibt in der Union Annegret Kramp-Karrenbauer, Ursula von der Leyen und Angela Merkel, aber insgesamt zu wenig Frauen

          CDU-Vorsitz : Röttgens Frau ohne Namen

          Norbert Röttgen und Friedrich Merz versprechen für den Parteivorsitz noch tollere Teamlösungen als Armin Laschet: mit Frauen! Doch woher nehmen?
          Bekommt den Gegenwind auch aus den eigenen Reihen zu spüren: der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders am Abend der Vorwahl in Nevada

          Bernie Sanders und die Medien : Advokaten des Abgrunds

          Während der Vorwahlen versetzt besonders einer die Demokraten in Angst und Schrecken – zumindest, wenn es nach den Medien geht: Bernie Sanders. Der wittert eine Verschwörung der „Großkonzern-Presse“.

          Jérôme Boateng : Der zweite Frühling eines Abgeschriebenen

          Jérôme Boateng und der FC Bayern – das war wie eine Scheidung, die sich hinzieht und doch nicht vom Fleck kommt. Plötzlich funktioniert die Liaison wieder. Doch er weiß, welchem Umstand er das späte Glück zu verdanken hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.