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Statt Abschiebung : Hessen: Eine Million Euro für freiwillige Ausreisen

  • Aktualisiert am

Richtung Kosovo: Flug mit abgelehnten Asylbewerbern, die von Calden aus freiwillig wieder ausreisen Bild: dpa

Geht es nach dem Willen der Landesregierung, sollen abgelehnte Asylbewerber Hessen schneller verlassen. Dazu setzt Wiesbaden auch pensionierte Polizisten ein.

          Mit einem umfassenden Beratungsangebot will die Landesregierung erreichen, dass künftig abgelehnte Asylbewerber Hessen schneller verlassen. Dazu rekrutiert das Land nach Angaben des Innenministeriums vom Montag 170 pensionierte Polizeibeamte. Sie sollen unter anderem bereits im Ankunftszentrum in Gießen Flüchtlinge informieren und die Ausländerbehörden unterstützen.

          Das Programm richtet sich auch an Menschen, die aus freien Stücken wieder in ihre Heimat wollen. „Unser Ziel ist es, dass jeder Ausreisepflichtige über die Vorteile einer freiwilligen Ausreise beraten wird“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) nach Angaben seines Ministeriums in Wiesbaden. Für das Programm stellt die Regierung in diesem Jahr rund eine Million Euro zur Verfügung.

          „Die freiwillige Ausreise ist dabei der zwangsweisen Rückführung grundsätzlich vorzuziehen“, begründete Beuth die bereits in der vergangenen Woche bekannt gewordene Entscheidung. Die Förderung freiwilliger Ausreisen sei wesentlich kostengünstiger als eine Abschiebung. Die Opposition von Linken und SPD hatte den Innenminister in der Vergangenheit für seine Haltung kritisiert.

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