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Flüchtlinge in Hessen : Hessen reichen Geldzusagen aus Berlin nicht

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Der hessische Sozialminister Grüttner fordert, dass der Bund bis zu drei Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge betreiben müsse. Hier sitzt ein Flüchtlingskind in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. Bild: dpa

Mit der vom Bundesinnenminister gemachten Zusage für mehr Hilfe will sich Hessen nicht begnügen. Unterdessen sind neue Flüchtlinge im Land eingetroffen. Die Notfallplätze wurden jedoch nur teilweise in Anspruch genommen.

          Hessen hat die Zusage weiterer finanzieller Hilfen vom Bund für Flüchtlinge als unzulänglich bewertet. Die Ankündigung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière reiche „längst nicht aus“, sagte der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (beide CDU) am Montag in Wiesbaden. De Maizière hatte am Sonntagabend im ZDF weitere Hilfen versprochen, ohne konkrete Summen zu nennen. Bund und Länder kommen am Donnerstag (24.9.) zu einem Flüchtlingsgipfel zusammen.

          Hessen fordere seit 2014 den Bund auf, sich an den Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge in den Kommunen zu beteiligen, kritisierte Grüttner. Der Bund müsse bis zu drei Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge betreiben. Außerdem müsse es Unterstützung durch Sanitätszüge der Bundeswehr geben. Grüttner wies darauf hin, dass bisher nicht einmal echte Bundesmittel geflossen seien, sondern nur solche aus einem umgewandelten Fluthilfefonds.

          Mehr „Sport-Coaches“ zur Integration von Flüchtlingen

          Am Wochenende trafen derweil neue Flüchtlinge in Hessen ein. 300 waren am Montag provisorisch in Darmstadt untergebracht. Die vorsorglich gestellten 2000 Plätze in Darmstadt und Offenbach wurden nur teilweise in Anspruch genommen. Das Land hatte die beiden Kommunen nach dem Katastrophenschutzgesetz verpflichtet, die Plätze in Schulturnhallen zu schaffen.

          Der Landessportbund Hessen will sein Projekt für eine bessere Integration von Flüchtlingen in Sportvereine auf das ganze Land ausweiten. Sogenannte kommunale Sport-Coaches, die genau dies schaffen sollen, gibt es seit 2014 bereits in Butzbach, Egelsbach und Maintal. Nun sei es an der Zeit, „das Erfolgsmodell hessenweit anzubieten“, erklärte der Präsident des Landessportbundes, Rolf Müller, am Montag in Frankfurt. Ein Antrag auf Fördergelder vom hessischen Innenministerium laufe bereits.

          Gleichzeitig mahnte Müller, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen keine Dauerlösung sein dürfe. Der Sport leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration. „Dafür müssen aber dauerhaft die entsprechenden Sportstätten zur Verfügung stehen.“

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