Studie zu Biodiversität :
Artenvielfalt nimmt nicht überall ab

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Größere Diversität: Um die Vögel ist es nicht so schlecht bestellt.
Immer mehr Pflanzen- und Tierarten sterben aus. Dass die Artenvielfalt in manchen Regionen trotzdem zunimmt, zeigt eine Studie, an der Forscher des Frankfurter Senckenberg-Instituts beteiligt waren.

Weltweit schwindet die Zahl der Pflanzen- und Tierarten – für Europa trifft dies offenbar nicht generell zu. Das zeigt die Auswertung von 161 Langzeit-Messreihen, die ein internationales Team von Wissenschaftlern vorgenommen hat. Beteiligt waren auch Forscher des Frankfurter Senckenberg-Instituts.

Für die Studien waren 6200 Arten an Land und in Gewässern in 21 europäischen Ländern über Zeiträume von 15 bis 91 Jahren beobachtet worden. Wie sich zeigte, hat sich in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas weder die Zahl der Spezies noch die der Individuen verändert. In Nordeuropa nahm die Vielfalt sogar zu. Die Forscher führen das auf den Klimawandel zurück. Vielerorts seien einheimische Arten durch solche verdrängt worden, die besser an höhere Temperaturen angepasst seien.

Anders als in den Flüssen hat die Diversität in den Meeren zugenommen, ebenso wie bei Vögeln und im Wasser lebenden Wirbellosen. Verringert hat sich dagegen die Zahl von Algenarten am Gewässergrund.