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Arbeitsmarkt Rhein-Main : Offenbacher lernen nur ungern in Frankfurt

Bild: F.A.Z.

Die Arbeitslosenquote ist in Offenbach nun mehr als dreimal so hoch wie im Landkreis Aschaffenburg. Dennoch ist es schwer, Jugendliche aus Offenbach für die Annahme eine Lehrstelle in Frankfurt zu gewinnen.

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          Die Arbeitslosenzahlen in Hessen sind immer noch vergleichsweise niedrig, überschreiten die tiefen Werte von 2011 und 2012 aber doch. Nach den von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Statistiken lag die Arbeitslosenquote im zu Ende gehenden Monaten mit 5,6 Prozent immerhin 0,2 Prozentpunkte höher als im Oktober 2011 und 0,1 Punkte über dem Wert vom Oktober vergangenen Jahres (siehe Grafik).

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Als gutes Zeichen wertete Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion, dass die übliche Belebung des Arbeitsmarktes im Herbst diesmal besonders deutlich ausfiel. Dass die Arbeitslosenzahl von September auf Oktober sank, lag vor allem daran, dass junge Leute eine Lehre oder ein Studium begannen. „Nach einem zähen Jahresverlauf können wir zum ersten Mal von einer zufriedenstellenden Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sprechen“, erläuterte Martin.

          Dabei unterscheidet sich die Lage von Stadt zu Stadt und von Kreis zu Kreis immer noch erheblich. Die Stadt Offenbach bleibt Schlusslicht in der Region, dort ist die Arbeitslosenquote binnen Jahresfrist zudem weit überdurchschnittlich gestiegen. Sie ist nun mehr als dreimal so hoch wie im Landkreis Aschaffenburg, wo ebenso wie in den Taunus-Landkreisen wie auch dem Kreis Bergstraße Vollbeschäftigung in Sicht ist. Martin berichtete, dass es schwer sei, Jugendliche aus Offenbach für die Annahme eine Lehrstelle in Frankfurt zu gewinnen. Kein Einzelfall – es fehle generell an der Mobilität auch bei jungen Menschen.

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