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Umstrittener Musiker : Hessens Beauftragter gegen Antisemitismus rügt Kollegah-Konzert

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Umstrittene Texte: Es regt sich Widerstand gegen Kollegahs geplantes Konzert in Offenbach. Bild: dpa

Der Musiker Kollegah provoziert mit seinen umstrittenen Texten. Für Hessens Antisemitismusbeauftragten überschreitet der Musiker dabei die Grenze des Sagbaren und soll deswegen nicht in Offenbach auftreten.

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          Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker kritisiert den geplanten Auftritt des umstrittenen Rappers Kollegah in Offenbach. Der Musiker sei „mit seinen Liedern in Hessen nicht willkommen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. „Kollegah überschreitet mit seinen Texten ganz klar eine Grenze, gerade gegenüber den Menschen, die in unserem Land leben und dem jüdischen Glauben angehören“, begründete er seine Haltung.

          Kollegah hatte zuletzt Mitte November Antisemitismus-Vorwürfe zurückgewiesen. „Ich hab’ mit Antisemitismus nichts zu tun, davon distanziere ich mich“, sagte er nach Angaben seines Managements bei einem Auftritt in Leipzig. Der 35 Jahre alte Musiker will am 10. Dezember im Rahmen seiner „Monument Tour 2019“ in der Offenbacher Stadthalle sein aktuelles Album vorstellen. Sein Management und der Konzertveranstalter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

          Um Kollegah und seinen Musikerkollegen Farid Bang hatte es 2018 einen Eklat gegeben, weil ihr Song „0815“ die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ enthielt, was ihnen Antisemitismusvorwürfe einbrachte. Kollegah hat diese Vorwürfe wiederholt bestritten.

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