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Anti-Terror-Übung in Frankfurt : „Es gilt, den Gegner zu eliminieren“

Realistische Szenarien: Anti-Terror-Übung am Dienstagabend im Hauptbahnhof Bild: Helmut Fricke

Das Anti-Terror-Training, das im Frankfurter Hauptbahnhof durchgespielt wurde, wird nicht die letzte Übung dieser Art gewesen sein. Bundes- und Landespolizei erhoffen sich zahlreiche Erkenntnisse – und wollen alle Mängel offenbaren.

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          Schießereien in realer Kulisse, Schwerverletzte am Boden, Nebelbomben auf den Gleisen: Das Terror-Szenario, das in der Nacht zum Mittwoch im Hauptbahnhof durchgespielt wurde, soll nicht die letzte Übung dieser Art gewesen sein. Die Beteiligten von Landes- und Bundespolizei kündigten gestern an, das gemeinsame Training intensivieren zu wollen. Es müsse „egal sein, welche Polizei im ersten Moment den Zugriff macht“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. „Aber die Koordination muss stimmen.“

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dass mit großem Aufwand mit einer Verlegung des Bahnverkehrs und der Sperrung von Gleisen in einem realen Umfeld trainiert wurde, sei dabei ein wesentlicher Faktor gewesen. Es sei ein Unterschied, „ob man auf einem Übungsgelände oder im Schieß-Kino trainiert oder in dem Umfeld, in dem man sich täglich bewegt.“ Es gelte das Motto: „Bekommt man die Lage in den Kopf, dann ist irgendwann auch die nötige Routine da“.

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