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Anschlagswarnung : Polizei erhöht Präsenz vor Moscheen in Hessen

  • Aktualisiert am

Ein Geistlicher im Gespräch mit Polizeibeamten in der Wiesbadener Rheinstraße. Bild: Marcus Kaufhold

Wegen einer offenbar bundesweiten Anschlagswarnung schützt die Polizei in Hessen vorsorglich mehrere Moscheen. In Wiesbaden wurde der Gemeinde empfohlen, kein Freitagsgebet abzuhalten.

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          Nach einer offenbar bundesweiten Anschlagswarnung hat die Polizei in Hessen am Freitag reagiert und in mehreren Städten die Polizeipräsenz vor Moscheen erhöht. Ein Sprecher der Frankfurter Polizei sagte, es gebe „keine ortsbezogenen Hinweise“, deshalb seien verschiedene Einrichtungen vorsorglich geschützt worden. Man stehe mit den Gemeinden in Kontakt und passe „die Maßnahmen der jeweiligen Lagebewertung an“. Der Schwerpunkt befinde sich derzeit noch in der Informationsgewinnung.

          Erhöht wurde die Polizeipräsenz auch in der hessischen Landeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin des Polizeipräsidiums Westhessen sagte, man habe den Moscheegemeinden empfohlen, kein Freitagsgebet abzuhalten.

          Wie viele Moscheen bewacht wurden und wie viele Polizisten eingesetzt waren, wollte das Polizeipräsidium in Wiesbaden nicht mitteilen. Offenbar sind jedoch alle Moscheen im Zuständigkeitsgebiet geschützt worden. Der Bereich des Präsidiums erstreckt sich über die Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Main-Taunus, Rheingau-Taunus und die Landeshauptstadt Wiesbaden.

          Ein Sprecher der Polizei in Schwerin sagte, eine entsprechende Warnung vor einer möglichen Bedrohung sei bekannt. Eine Gefahr in Mecklenburg-Vorpommern liege nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht vor. Mehrere angefragte Behörden in anderen Bundesländern hatten zunächst keine Informationen zu einem solchen Hinweis.

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