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Anschlagserie reißt nicht ab : Abermals Fahrkartenautomat mit Gas gesprengt

  • Aktualisiert am

Ermittler untersuchen den nahe Butzbach gesprengten Fahrkartenautomaten - tags zuvor hatte es einen solchen Fall in Frankfurt gegeben Bild: dpa

Für eine Handvoll Münzen und falsche Tickets riskieren sie ihr Leben: Unbekannte haben schon wieder einen Fahrkartenautomaten der Bahn in Hessen gesprengt. Der Schaden steht in keinem Verhältnis zu der meist mageren Beute.

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          Die Serie von Anschlägen auf Fahrkartenautomaten in Hessen reißt nicht ab. In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte ein Gerät am Bahnhof in Butzbach gesprengt. Nach Polizeiangaben hatten sie sehr wahrscheinlich abermals ein Gas-Gemisch in den Automaten geleitet und ihn damit zur Explosion gebracht. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, war zunächst unklar.

          Der ohrenbetäubende Knall riss die Anwohner mitten in der Nacht aus dem Schlaf. Nach Zeugenaussagen ergriff ein Mann danach die Flucht vom Bahnsteig in einen Wald. Die Polizei suchte bis zum Mittag noch mit Hunden und einem Hubschrauber das Gebiet ab, die groß angelegte Fahndung blieb allerdings erfolglos.

          Mit Streifen abgeklebt

          Erst am Vortag war in Frankfurt ein Automat in die Luft gejagt worden, nachdem Unbekannte alle Spalten, Schlitze und Öffnungen mit Klebestreifen abgeklebt hatten. „Man braucht Erfahrung für so eine Sache“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Wiesbaden.  „Ist ein Amateur dran, kann er sich beim falschen Gemisch oder einer nicht korrekten Menge Gas schwer verletzten.“

          Bereits seit Monaten jagen Kriminelle reihenweise Geräte in die Luft, um an das Geld zu kommen. Allein in Hessen sind nach Angaben des Landeskriminalamtes bislang 25 Explosionen und 9 Versuche registriert. Der Bahn entstand nach Angaben eines Sprechers dadurch ein Schaden von mindestens einer viertel Million Euro.

          LKA ermittelt

          Die Beute ist unterdessen in der Regel eher gering, wie Bahn und Polizei mitteilten. Denn viele Reisende bezahlen ihre Tickets mit Karte. Außerdem gelangen die Täter oftmals gar nicht an die Geldkassette, zerstören aber den rund 10.000 Euro teuren Apparat, der dann ersetzt werden muss, wie der Sprecher erklärte.

          Das Landeskriminalamt hat sich der Serie schon vor Wochen angenommen und Ende Mai vor den Gas-Luft-Gemischen gewarnt, da diese nicht immer zündeten. Die Ticket-Automaten könnten womöglich auch später explodieren, zum Beispiel, wenn sie von Fahrtgästen bedient werden.

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