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Online-Plattform „Elysium“ : Anklage gegen Betreiber einer Kinderporno-Seite

  • Aktualisiert am

Kinderporno-Plattform „Elysium“: mehr als 111.000 Mitgliederkonten Bild: dpa

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat gegen die mutmaßlichen Betreiber der Online-Plattform „Elysium“ Anklage erhoben. Den vier Männern wird vorgeworfen, kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben.

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          Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen vier Männer erhoben, die im sogenannten Darknet weltweit eine kinderpornografische Plattform betrieben haben sollen. Den Angeschuldigten im Alter von 40 bis 62 Jahren wird die bandenmäßige Verbreitung von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen. Ihnen soll jetzt vor dem Landgericht Limburg der Prozess gemacht werden.

          Mehr als hunderttausend Konten

          Die Plattform mit dem Namen „Elysium“ hatte über 111. 000 Mitgliederkonten, wie die Anklagebehörde am Dienstag weiter mitteilte. Die Ermittler hatten im Juli vergangenen Jahres die Plattform zerschlagen. Den Behörden zufolge wurden weltweit Bilder und Videos ausgetauscht, darunter Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs. 14 Verdächtige wurden damals unter anderem auch in Österreich festgenommen, denen auch sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wurde.

          Die Plattform verfügte über Chatforen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Die Fäden liefen in Deutschland zusammen, weil der 40-jährige Hauptbeschuldigte aus dem Kreis Limburg-Weilburg in Hessen stammt. Ein 58-jähriger Mann aus dem Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg soll die Webseite der Plattform programmiert haben. Zwei Männern im Alter von 47 Jahren und 62 Jahren wird vorgeworfen, die Funktion von Moderatoren und Administratoren übernommen zu haben.

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