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Gewalt nach Trennung : Anklage nach Schüssen auf Lebensgefährtin

Blutiges Ende einer Beziehung: Ein Mann soll versucht haben, seine ehemalige Lebensgefährtin zu erschießen. Bild: dpa

Ein Mann soll seine Lebensgefährtin mit einem Schuss schwer verletzt und später versucht haben, sich selbst zu richten. Nun wurde gegen den mutmaßlichen Täter Anklage erhoben.

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          Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der seine frühere Freundin angeschossen und schwer verletzt haben soll. Wie eine Sprecherin mitteilte, hat sich die Tat Ende Februar an der Theodor-Heuss-Allee ereignet. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Sein Motiv war demzufolge, dass er die Trennung von der Frau nicht akzeptieren wollte.

          Anna-Sophia Lang

          Freie Autorin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Fünfzigjährige und die Dreißigjährige hatten sich in einem FKK-Klub in Hanau kennengelernt, wo sie als Prostituierte tätig war. Zwei Tage vor der Tat verließ sie ihn zum wiederholten Mal. Am Tatabend arbeitete sie mit ihrer Mutter, ebenfalls Prostituierte, auf dem Straßenstrich an der Theodor-Heuss-Allee. Gegen 21 Uhr tauchte der ehemaliger Freund auf. Er drohte, die Frau umzubringen, wenn sie nicht zu ihm zurückkehre. Weil sie ablehnte, zückte er einen Revolver.

          Er zog sich jedoch zunächst zurück, weil die Mutter Verstärkung gerufen hatte. Eine Stunde später tauchte er abermals auf und ging auf die Frau los. Dreimal schoss er in ihre Richtung. Eine Kugel traf sie in die linke Wange und zertrümmerte den Kieferknochen.

          Eine andere traf ein vorbeifahrendes Auto. Dann schoss sich der Mann selbst in den Kopf – die Kugel blieb jedoch stecken. Als die zunächst geflüchtete Frau wieder auftauchte, gab er noch zwei Schüsse ab und rief: „Du bist ja immer noch nicht tot.“ Beim Haftrichter hat der Mann der Staatsanwaltschaft zufolge geschwiegen. Einem Psychiater gegenüber gab er an, in Notwehr gehandelt zu haben. Dieser stellte beim mutmaßlichen Täter eine "narzisstische Persönlichkeits-Akzentuierung und eine Kokainabhängigkeit." Der Mann sei aber dennoch voll schuldfähig. Einen Prozesstermin gibt es noch nicht.

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