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200.000 Euro erschlichen : Anklage gegen falsche Polizisten

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Falsche Polizisten: Betrüger haben Senioren um mehr als 200.000 Euro gebracht (Symbolbild). Bild: dpa

Als Polizisten getarnte Betrüger sollen Senioren um mehr als 200.000 Euro gebracht haben. Die mutmaßlichen Täter agierten dabei mit Hilfe eines ausländischen Callcenters.

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          Weil sie als falsche Polizisten Senioren um mehr als 200.000 Euro Bargeld gebracht haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen zwei 27 und 31 Jahre alte Männer aus Bremen erhoben. Das Landgericht Frankfurt werde gegen sie voraussichtlich in absehbarer Zeit wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in acht Fällen verhandeln, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag.

          Über ein Callcenter in der Türkei seien im November und Dezember vergangenen Jahres zahlreiche Senioren angerufen worden. Die Anrufer sollen sich als Polizeibeamte ausgegeben haben, die vor angeblich bevorstehenden Straftaten warnten. Zu diesem Zweck sollten sämtliche Ersparnisse in Beutel gepackt und vor dem Haus oder auf Spielplätzen deponiert werden. Allein bei einem 87 Jahre alten Mann aus Frankfurt sollen rund 140.000 Euro erbeutet worden sein. Nur in einem der acht angeklagten Fälle sollen die mutmaßlichen Betrüger gescheitert sein, nachdem die Tochter einer 73 Jahre alten Frau angekündigt habe, die echte Polizei anzurufen.

          Unmittelbar nach der letzten Tat waren die Männer festgenommen worden. Sie hätten sich weitgehend geständig gezeigt. Einer wurde daraufhin von der Untersuchungshaft verschont. Verhandlungstermine vor dem Landgericht stehen nach Angaben Niesens noch nicht fest.

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