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Attentat von Wächtersbach : Angeschossener Eritreer sucht neuen Wohnort

Der Eritreer hat das Krankenhaus verlassen und ist auf der Suche nach einem neuen Wohnort. Bild: dpa

Der Eritreer, der in Wächtersbach angeschossen wurde, konnte das Krankenhaus verlassen. Doch das Attentat hat nicht nur körperliche Spuren beim Opfer hinterlassen.

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          Der 26 Jahre alte Eritreer, der am 22. Juli in Wächtersbach aus Fremdenhass niedergeschossen worden war, wird die Stadt verlassen und sucht einen neuen Wohnort. Das hat gestern Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) bestätigt. Während der junge Mann sich körperlich auf dem Weg der Genesung befinde und das Krankenhaus habe verlassen können, habe er das Geschehen seelisch noch nicht überwunden.

          Hanns Mattes

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Experten hätten ihm daher zu dem Umzug geraten. Aktuell hilft ihm die Stadt bei der Suche nach einer neuen Ausbildungsstelle. Wegen der Schwere seiner Verletzungen könne er nicht mehr als Zimmermann arbeiten, so Weiher.

          Der Bürgermeister dankte ausdrücklich den beiden Pförtnern eines Unternehmens am Tatort, die dem Opfer nach den Schüssen schnell und besonnen geholfen hatten. Sie waren selbst nur knapp von den Kugeln verfehlt worden. Unterdessen hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitgeteilt, dass sich die Ermittlungen bisher nicht gegen weitere Personen richteten.

          Aufgekommen war unter anderem der Verdacht, der Wirt aus der Stammkneipe des mutmaßlichen Täters Roland K. habe sich strafbar gemacht, weil er von der Tat wusste und nichts unternommen habe, um sie zu verhindern.

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