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Andreas Möller im Gespräch : „Das passt in Frankfurt wie die Faust aufs Auge“

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Voll des Lobes: Andreas Möller ist von der aktuellen Spielweise und Entwicklung der Eintracht begeistert. Bild: dpa

Andreas Möller, ehemaliger Eintracht-Spieler und Weltmeister von 1990, über die Faszination des Teams von Trainer Adi Hütter, Chancen und Risiken des Höhenflugs und die Verlockung Champions League.

          2019 ist die Eintracht noch ungeschlagen. Seit 15 Spielen hat sie national und international nicht mehr verloren. Wird Ihnen die Eintracht unheimlich?

          Die Eintracht gehört sicherlich zu den Mannschaften, die in der Bundesliga und international am meisten für Furore sorgt. Die Art, wie die Mannschaft praktisch von Sieg zu Sieg spielt, ist schon sehr beeindruckend. Das Spiel der Eintracht ist immer auf Gewinnen ausgelegt. Das ist wirklich phantastisch.

          Überrascht Sie dieser Entwicklungsschub und Höhenflug?

          Mal ehrlich: Auch die Experten hätten nicht für möglich gehalten, dass die Eintracht die positive Überraschung dieser Saison wird. Man wusste zwar, dass Frankfurt eine gute Mannschaft hat. Aber dass der Verein nun um die Champions League-Plätze mitspielt – damit hätte doch keiner gerechnet.

          Was fasziniert Sie an der Eintracht?

          Die Art, wie sie Fußball spielt, wie gut diese Mannschaft ausbalanciert ist. Sie beherrscht zum einen ein tolles Angriffspressing. Auf der anderen Seite kann sie auch einen Gang zurückschalten und den Gegner kommen lassen. Das Team wirkt sehr harmonisch. Es greifen viele Automatismen. Viele Spieler sind in absoluter Topform. Filip Kostic und Luka Jovic wachsen über sich hinaus. Makoto Hasebe erlebt seinen zweiten Frühling. Und nicht zu vergessen die beiden Winterzugänge Martin Hinteregger und Sebastian Rode. Fans und Umfeld sind zu Recht begeistert von dieser Mannschaft.

          Was muss passieren, dass die Eintracht in dieser Saison mal wieder ein Spiel verliert?

          Ich hoffe, dass sie kein Spiel mehr verlieren wird. In ihrer aktuellen Verfassung wird es sehr schwer sein, die Eintracht zu schlagen.

          Als Gesamtkomposition mit Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner, Cheftrainer Adi Hütter und seiner Mannschaft funktioniert diese Eintracht wie am Schnürchen. Ist das für Sie eine ganz neue Eintracht?

          Ja. Das ist das, was der Eintracht in vielen Jahren davor ein bisschen gefehlt hat. Heute ist unglaublich viel Fachkompetenz da. Die Verantwortlichen kennen sich im Fußball wirklich gut aus. Nur das kann der Weg sein, sich an Leuten zu orientieren, die aktiv Erfahrung im Fußball gesammelt haben. Das passt jetzt wie die Faust aufs Auge in Frankfurt. Unter Trainer Niko Kovac ging es los, das war die Basis. Mit dem Pokalsieg hat Nico die Messlatte sehr hoch gelegt. In dessen Fußstapfen zu treten, war für Adi Hütter nicht einfach. Aber er hat mit viel Fachkompetenz und Besonnenheit der Mannschaft seine Handschrift gegeben. Es sind weitere, hervorragende Puzzleteile dazugekommen. Man hat den Weg nicht gescheut, vielleicht auch mal finanziell ins Risiko zu gehen. Zum Beispiel mit Torhüter Kevin Trapp. Das wird jetzt belohnt. Letztendlich zahlt sich Qualität aus.

          Kann Adi Hütter ein großer Trainer werden?

          Nach meinem Empfinden ist er schon jetzt eine Trainerüberraschung mit dieser Mannschaft. Mit ihr hat er sich in den Fokus gebracht. Nach Niko Kovac hat die Eintracht auch bei der Auswahl von Adi Hütter ein sehr glückliches Händchen gehabt. Der Weg zeigt ganz klar nach oben.

          Ist das der Beginn einer großen Ära bei der Eintracht?

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