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Andreas Möller im Gespräch : „Das passt in Frankfurt wie die Faust aufs Auge“

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Sich im oberen Drittel über einen längeren Zeitraum festzusetzen, das wird der nächste Schritt sein. Und der ist viel, viel schwerer. Die Qualität dieser Mannschaft muss erhalten bleiben. Auf ihr kann man aufbauen. Trotzdem muss weiter am Kader justiert werden. Dass die Verantwortlichen das können, haben sie bereits bewiesen.

Wie groß ist die Gefahr, dass der Eintracht demnächst die besten Spieler weggekauft werden?

Es ist ganz klar, dass die Protagonisten dieser Eintracht-Mannschaft im Fokus der großen Vereine stehen. Und dass jemand finanziell in andere Regionen kommen will, kann man keinem Spieler verübeln. Aber warum sollten diese Spieler nicht eine Ära in Frankfurt prägen? Die Zukunft sieht sehr gut aus. Wenn es wirklich in die Champions League gehen sollte, warum sollte man dann nicht mit der Eintracht Champions League spielen? Die Eintracht hat sehr gute Karten. Sie hat viele Trümpfe in der Hand.

Würden Sie sich Sorgen machen, wenn die Eintracht in der Champions League spielen würde?

Nein. Das wäre ein Riesenschritt. Und eine Riesenchance, den Verein weiterzuentwickeln, ihn in andere Regionen zu bringen. Die Bundesliga ist sehr tückisch, die Konkurrenz ist groß. Es ist nicht selbstverständlich, jedes Jahr um einen Champions League-Platz mitspielen zu können. Kurzum: Es ist eine historische Chance.

Welche Gefahr birgt der augenblickliche Erfolg?

Ich weiß nicht, warum man jetzt über Gefahren reden muss. Es gibt so viele schöne Momente, man sollte diese Zeit auskosten. Aber natürlich muss man aufpassen, sich im Erfolg nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Man darf nicht nachlassen, man muss immer hellwach sein. Aber das weiß die sportliche Leitung der Eintracht. Sie wird bestimmt nicht locker lassen und weiter Vollgas geben. Noch hat die Eintracht ja nichts in der Hand. Die Teilnahme an der Champions League ist aktuell Spekulation. Die Qualifikation für die Europa League halte ich für sicher.

Würde der rasante Aufschwung Schaden nehmen, wenn Bobic oder Hütter irgendwann nicht mehr in Frankfurt arbeiten würden?

Man darf auch die Arbeit von Bruno Hübner nicht vergessen. In den vergangenen Jahren ist in Frankfurt vieles richtig gemacht worden. Es ist eine phantastische Basis gelegt worden für die kommenden Jahre. Grundsätzlich muss im Erfolg aufgepasst werden, dass nicht Neid und Missgunst aufkommen. Es muss klar sein, wer an ihm teilhat. Das sind in erster Linie auch die Spieler auf dem Platz. Sie setzen das um, was der Trainer vorgibt.

Wie gefährlich kann Benfica der Eintracht werden?

Das sind Spiele, bei denen die Tagesform viel ausmacht. Aber die Eintracht kann über sich hinauswachsen – das ist ihr immer zuzutrauen. Auch auswärts sind die Frankfurter brandgefährlich. Ich erwarte zwei sehr schwere Spiele. Die Eintracht hat im Hinblick darauf, dass das Rückspiel in Frankfurt stattfindet, jedoch große Chancen, den nächsten Schritt zu machen.

Wie schätzen Sie die Chancen der Eintracht auf den Gewinn der Europa League ein?

Das wäre eine Sensation. Dann würde die Eintracht Geschichte schreiben. Aber in der Vergangenheit gab es viele Mannschaften, die Geschichte geschrieben haben. Warum soll es diesmal nicht die Eintracht sein? Dieser Eintracht ist das zuzutrauen.

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