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Amadeus Fire : Weiter aufwärts nicht nur mit Zeitarbeit

Profitiert von anhaltender Personalknappheit: Amadeus Fire Bild: Screenshot www.amadeus-fire.de

Wegen Personalknappheit suchen Firmen auf allen möglichen Wegen geeignete Mitarbeiter. Davon profitiert Amadeus Fire. Die Aktie läuft gut und hat aus Analystensicht noch ordentlich Luft nach oben.

          Wenn die Wirtschaft nach einer Talsohle wieder besser zu laufen beginnt, spüren Zeitarbeitsfirmen und andere Personaldienstleister das zuerst. Denn viele Firmen nehmen zunächst lieber Zeitarbeiter an Bord, als festes Personal einzustellen. Läuft die Wirtschaft richtig gut, dient das Zeitarbeitsfirmen ebenfalls. In solchen Zeiten braucht so mancher ihrer Kunden Personal für eine gewisse Zeit, um etwa Produktionsspitzen abzufangen. Das zeigt sich in der Jahresbilanz 2018 von Amadeus Fire aus Frankfurt.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Personaldienstleister aus dem Ostend hat nach eigenen Angaben einen Betriebsgewinn in Rekordhöhe erzielt. Das Ergebnis stieg demnach auf 37,5 Millionen Euro, ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

          Mehr Gewinn trotz höherer Kosten

          Amadeus Fire erzielte diesen Zuwachs, obwohl die Vertriebs- und Verwaltungskosten ebenfalls um 16 Prozent stiegen. Sie steckte auch die für sie negativen Folgen des Gesetzes zur Arbeitnehmerüberlassung weg, das neben gleichen Gehältern für Männer und Frauen auch eine Höchstdauer von 18 Monate für die Überlassung vorsieht.

          Der Gewinn kletterte überdies stärker als der Umsatz: Denn die Erlöse summierten sich im vergangenen Jahr über sämtliche Geschäftsfelder auf 205,8 Millionen Euro und lagen 11,5 Prozent über der Marke des Vorjahres. Für dieses Jahr plant der Vorstand, der die endgültigen Geschäftszahlen am 12. März präsentieren will, abermals mit höheren Umsätzen und Gewinnen – wobei er von einer stabilen Wirtschaft ausgeht.

          Hohe Dividendenrendite

          Der Kurs der Amadeus-Aktie steigt angesichts von Zahlen und Prognose. Zu Wochenbeginn wurde die Aktie mit Kursen um 90 Euro gehandelt und notiert damit ein Zehntel höher als vor einem Jahr.

          Das Analysehaus Warburg Research rät zum Kauf und hat das Kursziel bei 103 Euro gesteckt. Amadeus Fire spiele die anhaltende Personalknappheit in die Karten, meint Analyst Andreas Wolf.

          Die Aktie ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,5 nicht unbedingt günstig, aber für Amadeus-Verhältnisse nicht hoch bewertet. Die Dividendenrendite von 5,4 Prozent gemessen am Aktienkurs ist recht üppig - wobei die Ausschüttung je Aktie seit Jahren steigt. Damit ist Amadeus Fire seit Jahren ein stetiger Dividendenzahler. Eine Ausnahme war das Jahr 2014, als die Ausschüttung knapp 4 Prozent niedriger ausfiel. Dafür gab es 2015 eine um so kräftigere Steigerung.

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